CD-Review: Slægt - The Wheel

Besetzung

Oskar J. Frederiksen – Gesang, Gitarre
Anders M. Jørgensen – Gitarre
Olle Bergholz – Bass, Gesang
Adam Nielsen – Schlagzeug

Tracklist

01. Being Born (Is Going Blind)
02. Masician
03. Perfume And Steel
04. Citrinitas
05. V.W.A.
06. Gauntlet Of Lovers
07. The Wheel


(Black Metal / Heavy Metal / Rock’n’Roll) Fast genau ein Jahr ist es her, dass SLÆGT mit ihrem zweiten Album „Domus Mysterium“ ein erstes Ausrufezeichen setzen konnten. Zum einen hat die Band, die auf ihrem Debüt noch reinen Black Metal zelebrierte, damals ihren Sound komplett verändert und zum anderen schickte man sich an, den norwegischen Nachbarn von Kvelertak ordentlich auf die Pelle zu rücken. Es dürfte insofern sehr spannend werden, was die Herren auf „The Wheel“ präsentieren.

Bereits der Opener „Being Born (Is Going Blind)“ offenbart, SLÆGT sind mit „The Wheel“ ein deutliches Stück gewachsen und haben an den richtigen Stellschrauben gedreht. Der Song überzeugt mit seinen erkennbaren Black-Metal-Wurzeln und großer Affinität zum klassischen Heavy Metal, ohne dabei den bereits erarbeiteten Sound komplett über den Haufen zu werfen. Auch im weiteren Verlauf des Albums findet sich diese Affinität wieder, wenn auch nur wohl portioniert und in kleineren Dimensionen. Der Rock’n’Roll-Anteil steigt hingegen nach und nach wieder zu altbekannten Ausmaßen an.
Die häufig verwendeten zweistimmigen Leads und Gitarrensoli, welche durchaus Vergleiche zu den Kollegen von Audrey Horne zulassen, und geschickt inszenierte Ruhepausen, zum Beispiel in Form von Akustikpassagen, lockern den ansonsten sehr schwarzmetallisch geprägten Sound zusätzlich auf.

Insgesamt liefern SLÆGT mit „The Wheel“ also ein sehr rundes Werk ab, bei dem kein Song nach unten abfällt und das sich stets auf sehr hohem Niveau bewegt. Besondere Glanzlichter des Albums sind unter anderem der bereits erwähnte Opener oder auch das sehr schmissig groovende „Citrinitas“. Aber auch „Gauntlet Of Lovers“ ist eine Black’n’Roll-Nummer, die keine Vergleiche zu scheuen braucht. Kühle Riffs treffen hier auf einen treibenden Bass, galoppierendes Schlagzeugspiel und fabelhafte Leadgitarren, untermauert durch ein kurzes, ruhiges Zwischenspiel.
Bleibt zu klären, was nun mit dem Vergleich zu Kvelertak ist. Die Antwort ist ganz einfach. Der Vergleich ist nicht notwendig. SLÆGT spielen zwar ebenfalls eine Mischung aus Black Metal, Heavy Metal und Rock’n’Roll, aber haben dabei einen ganz eigenen Sound und eine vollkommen andere Herangehensweise.
Zusätzlich kann sich die Produktion, genau wie beim Debüt, sehr gut hören lassen. Sie ist klar, kraftvoll und immer auf den Punkt abgestimmt, sodass jeder der Musiker sich seelenruhig austoben kann. Weder eines der Instrumente noch der Gesang drängen sich in irgendeiner Form zu sehr in den Vordergrund.

SLÆGT beweisen mit „The Wheel“ jedenfalls, dass sie ihr Potenzial ausgenutzt haben und nun einen Schritt weiter sind, um sich aus ihrer Nische herauszuarbeiten.

Bewertung: 8 / 10

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