CD-Review: Stallion - Slaves Of Time

Besetzung

Pauly - Gesang
Äxxl - Gitarre
Clode - Gitarre
Stämpfe - Bass
Aaron - Schlagzeug

Tracklist

01. Waking The Demons
02. No Mercy
03. Time To Reload
04. All In
05. Brain Dead
06. Die With Me
07. Merchants Of Fear
08. Dynamiter
09. Kill The Beast
10. Meltdown


Im Hause STALLION steht das berüchtigte dritte Album an. Nach dem starken Debüt „Rise And Ride“ und dem doch etwas schwächeren „From The Dead“ soll nun „Slaves Of Time“ über das Schicksal der Band aus Baden-Württemberg entscheiden. Dass das alles Quatsch ist, ist natürlich klar. Dennoch sind die Erwartungen an das neue Album der Heavy-Metal-Hoffnung hoch, schließlich werden STALLION inzwischen nicht umsonst in einem Atemzug mit Genregrößen wie Ram oder Enforcer genannt.

„Slaves Of Time“ beginnt aber erstmal recht unspektakulär mit dem etwas verhaltenen „Waking The Demons“, erst mit dem zweiten Song „No Mercy“ nimmt die Scheibe Fahrt auf und liefert auch gleich mal einen Refrain zum Mitgrölen. Bereits ab dem ersten gesungenen Ton brilliert Fronter Pauly erneut mit seinem Organ, das herrlich dreckig und hoch aus den Boxen kommt. Das erste echte Highlight des Albums ist ganz klar „Time To Reload“. Dank des stampfenden Rhythmus, der fetten Riffs und des herrlichen Old-School-Vibes ist der Song ein echter Kracher, der live für eine Menge Spaß sorgen wird. Allgemein scheinen STALLION diesmal noch etwas mehr als sonst der alten Schule und den großen Helden der Szene zu huldigen, seien es nun Maiden-Melodien („Waking The Demons“), Judas Priest („Meltdown“) oder Helloween („Merchants Of Fear“). Dabei tappen die Jungs aber nie in die Falle, nach einer bloßen Kopie zu klingen.

Für einen wahren Gänsehautmoment sorgt das absolut epische „Die With Me“. Ungewohnt emotional und eindringlich führt Pauly durch den Song, der von tragenden Riffs untermalt wird. Wo viele Bands an Powerballaden scheitern, machen STALLION alles richtig und dürften einen Bandklassiker geschrieben haben. Ein Pflichtkandidat für das Live-Set. Wem das schon wieder zu viel Gefühl und zu wenig Speed war, dürfte mit „Dynamiter“ entschädigt werden. Wütend, knackig und voll auf Anschlag preschen STALLION durch das Stück. Nicht nur bei dieser Nummer glänzt die Saitenfraktion mit pfeilschnellen Leads und grandiosen Soli. Wer jetzt schon außer Puste ist, sollte nochmal tief durchatmen, denn mit dem Abschlussdoppel „Kill The Beast“ und „Meltdown“ bündeln STALLION noch einmal all ihre Stärken und lassen sie auf den Hörer los. Vor allem die Judas-Priest-Vibes und erneut an Iron Maiden erinnernden Twin-Leads im letzten Stück der Scheibe sind zum Niederknien.

Auch wenn die Legenden um das dritte Album einer Band kein dummes Gerede sein sollten, brauchen STALLION mit einer Scheibe wie „Slaves Of Time“ keine Angst davor zu haben. Vielmehr legt die Truppe mit den starken Songs den Grundstein für die nächste Stufe auf der Karriereleiter. Mit Bands wie STALLION braucht man keine Angst vor dem immer näher rückenden Generationenwechsel an der Spitze des Genres zu haben.

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Bewertung: 8 / 10

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