CD-Review: Taake/Whoredom Rife - Pakt (Split)

  • Veröffentlichung: 2020
  • Label: Terratur Possessions
  • Spielart: Black Metal
Besetzung

Taake
Hoest – Gesang, alle Instrumente

Whoredom Rife
K.R – Gesang
V. Einride – alle Instrumente

Tracklist

A-Seite (WHOREDOM RIFE)
01. From Nameless Pagan Graves
02. En Lenke Smidd I Blod

B-Seite (TAAKE)
01. Ubeseiret
02. Heartland (The-Sisters-Of-Mercy-Cover)


Neben ihren bislang sieben Alben haben TAAKE immer wieder Splits mit verschiedenen Bands herausgebracht. Die nunmehr sechste ihrer Diskografie, „Pakt“ betitelt, führt die Norweger auf einer 10″-Vinyl-Split mit ihren Landsmännern von WHOREDOM RIFE zusammen.

WHOREDOM RIFE präsentieren zwei neue Stücke und setzen in ihrem Part von „Pakt“ ganz auf klassische Tugenden des True Norwegian Black Metal: Shredding-Riffs, ein paar eingeworfene Melodieläufe, das ganze im Up- („From Nameless Pagan Graves“) beziehungsweise gefühlten Mid-Tempo („En Lenke Smidd I Blod“). Unverwechselbar klingen die Trondheimer damit zwar nicht – die Atmosphäre stimmt hier jedoch, sodass jeder Freund des Genres allemal gut unterhalten wird.

TAAKE hingegen tragen zur Gesamtspielzeit von 24 Minuten einen neuen Song („Ubeseiret“) und ein Cover von „Heartland“ von The Sisters Of Mercy bei. Wärend das Cover vor allem dadurch überzeugt, wie schwarzmetallen und TAAKE-typisch das Stück mit hart verzerrtem Bass und Hoests Gekeife klingt, überrascht „Ubeseiret“ kompositorisch: Waren die Kompositionen von TAAKE zuletzt immer öfter ziemlich belanglos, hat das Stück den Spirit alter TAAKE-Werke: griffige Tonfolgen, Riffs mit Zug, spannende Tempowechsel und zum Abschluss bemüht Hoest, der hier alle Instrumente selbst eingespielt hat, sogar die Akustikgitarre.

Ob man sich die Split in den Schrank stellen muss, hängt wohl nicht zuletzt davon ab, ob man Vinyl-Sammler ist und wie man dem Konzept der Split generell gegenübersteht. Musikalisch ist die Anschaffung für Fans der Bands allemal gerechtfertigt. Darüber hinaus weckt „Pakt“ Hoffnungen, was die Zukunft von TAAKE angeht: „Ubeseiret“ ist ohne Frage deren stärkstes Stück seit Jahren. Auf diesem Niveau dürfte gerne auch der Nachfolger des enttäuschenden „Kong Vinter“ rangieren.

Keine Wertung

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