CD-Review: Twilight - Trident Death Rattle (EP)

Besetzung

Imperial - Gesang
Blake Judd - Gitarre
Thurston Moore - Gitarre
Sanford Parker - Keyboards, Electronics
Wrest - Schlagzeug, Bass

Tracklist

1. This Road South
2. Weathered Flame
3. No Consequence


Gemäß dem Motto man soll aufhören wenn es am besten ist hat sich die Supergroup TWILIGHT entschlossen, nach ihrem hervorragenden dritten Album „III: Beneath Tridents Tomb“ sprichwörtlich den Stecker zu ziehen: keine neuen Studioaufnahmen mehr, keine Konzerte mehr.

Die Band um Blake Judd (Nachtymystium), Wrest (Leviathan), Imperial (Krieg), Sanford Parker (Buried At Sea) sowie Thurston Moore (Sonic Youth, Swans) blieb sich dieser Worte sogar treu als die Veröffentlichung der EP „Trident Death Rattle“ bekundet wurde, schließlich handelt es sich bei dem Material um Überbleibsel der „III: Beneath Tridents Tomb“-Aufnahmen.

Die drei vermeintlich neuen, im Grunde genommen B-Sides des letzten Studioalbums repräsentieren in 18 Minuten das, was TWILIGHT auch spielerisch leicht auf voller Albumlänge geschaffen haben: USBM mit einer gehörigen Portion Kreativität auszustatten und die Scheuklappen des Genres zu verbannen. Dabei vereinen TWILIGHT das Beste aus beiden Welten des (zumindest innerhalb der Szene) populären amerikanischen Black Metals; zum einen die atmosphärische Schlagseite von Bands wie Agalloch und Wolves In The Throne Room, zum anderen das Experimentelle, bekannt von Ævangelist und Krallice.

TWILIGHT punkten auf „Trident Death Rattle“ erneut damit, dass sie ihren Black Metal nicht nur treibend und auf eine krude Art melodisch spielen („This Road South“), ihn grooven („Weathered Flames“) und sich doomig schleppen lassen („No Consequence“). Sondern auch auf diesen Tracks scheuen sich TWILIGHT nicht davor, Keyboards und Effekte zur Verdichtung ihres Sounds zu nehmen; besonders der Refrain von „This Road South“ gewinnt dadurch ungemein an Zugkraft und verleiht dem Opener die gewisse Würze.

Weswegen sich TWILIGHT trotz ihres Potenzials entschieden haben, sich aufzulösen, bleibt unklar; womöglich dürften die Heroinabhängigkeit und die unlauteren Geschäftspraktiken von Blake Judd allerdings einen gewichtigen Anteil daran haben. Mit „Trident Death Rattle“ beweisen die Amerikaner noch ein letztes Mal, dass ihre Trennung eine Träne wert ist.

Keine Wertung

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