CD-Review: Ewigheim - Bereue Nichts

Besetzung

Allen B. Konstanz – Gesang, Gitarre, Schlagzeug
Yantit – Gitarre, Programmierung
Markus Stock – Gitarre

Tracklist

01. Heimkehr / Bereue nichts
02. Staub
03. Stahl trifft Kopf
04. Morgenrot
05. Schatten
06. Schmutzengel
07. Was bleibt
08. Dürrer Mann
09. Der letzte Mensch
10. Mal ehrlich (Ltd. Edition Bonustrack)


Obwohl EWIGHEIM bereits seit mittlerweile zehn Jahren in der deutschen Szene unterwegs sind, muss ich zugeben, bislang keinen Song des „Allstar-Projektes“ von Yantit (Eisregen, Marienbad) mit den beiden The Vision Bleak-Musikern Allen B. Konstanz und Markus Stock gehört zu haben. „Bereue nichts“, das dritte Album der Band, legt zumindest nahe, dass dies tatsächlich nichts ist, das man bereuen müsste…

Denn was man hier geboten bekommt, ist alles andere als beeindruckend. Gewiss, bei der Prominenz der beteiligten Musiker, und durch das Mitwirken eines der fähigsten Produzenten des deutschen Metal-Bereiches in Form von Markus Stock ist ein gewisses handwerkliches Niveau in Aufnahme und Produktion natürlich gegeben – leider macht das die Songs nicht besser. Was diese allerdings bitter nötig gehabt hätten. Denn was EWIGHEIM hier abliefern, ist allenfalls ein blasser Abklatsch etablierter NDH/EBM-Bands wie Eisbrecher, Nachtblut, (natürlich) Eisregen, ein wenig auch Rammstein und, über die Deutsche Grenze hinaus gesehend, Semargl.
Gerade letztgenannte, welche mit ihrem Album „Satanic Pop Metal“ unlängst ein Exempel in Sachen eingängiger, poppiger Melodien und stampfender Grooves geliefert hatten, bleiben hier selbst mit Nummern wie dem absoluten Hit des Albums, „Morgenrot“, unerreicht: Zwar hat die Melodieführung definitiv Potential, jedoch klingt der Song als Ganzes und insbesondere in Kombination mit dem doch eher durchschnittlichen Text am Ende doch ziemlich belanglos und flach. Doch wo dieser Track wenigstens noch zum Mitnicken verleitet, solange man nicht all zu intensiv darüber nachdenkt, was man da grade tut und vor allem: warum, sind es Songs wie „Schmutzengel“, die eher für Kopfschütteln sorgen. Musikalisch an Belanglosigkeit kaum zu übertreffen, ist hier hinsichtlich der Vokals wirklich Hopfen und Malz verloren: Nicht nur, dass der Text mitunter nur mit biegen und brechen auf die Musik passt – auch die Gesangslinien sind hier eher gut gemeint als gut gemacht. Dass „Was bleibt“ darüber hinaus auf einer wohl aus dem Marienbad-Konzeptalbum übriggebliebenen Melodie basiert, und das Album mit „Dürrer Mann“ das wohl unsäglichste Refrain-Gejaule des Jahres zu bieten hat, macht es da nicht eben besser…

Allein auf Basis dieses Albums steht mein Fazit fest: Yantit, bleib bei deinen Eisregen – und The Vision Bleak … schreibt besser ein neues eigenes Album. Denn so gut ich sowohl Eisregen und – vor allem – Marienbad, aber auch Empyrium und The Vision Bleak finde, so überflüssig finde ich dieses Album. „Bereue nichts“ kommt nicht auf den Punkt, hat keine echten Hits und überrascht ein ums andere Mal durch unpassende, den kompletten Album-Flow auseinanderreißende Gesangspassagen. Nur leider nicht positiv.

Bewertung: 4 / 10

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