Review Judas Priest – Screaming For Vengeance

  • Label: Columbia
  • Veröffentlicht: 1982
  • Spielart: Heavy Metal

“Screaming For Vengeance” brachte für Priest den endgültigen Durchbruch – Gold in Amerika und Europa sowie eine Platinauszeichnung in Japan sprechen Bände! Mit dem Instrumental „The Hellion“ und „Electric Eye“ wird dieses Album kraftvoll und überzeugend, der Doublebasskracher gehört für mich noch heute zum besten was Priest jemals abegliefert hat! „Riding On The Wind“ beginnt mit einem Drumming-Gewitter und lässt starke Leads folgen. Kein außergewöhnlicher Song, aber richtig gut – vor allem überzeugend durch die durchschlagende und überragende Stimme von Rob Halford. Mit gemäßigterem Tempo und etwas schleppend kommt „Bloodstone“ daher. Klasse Riffs, dafür aber ohne einen einprägsamen und herausstechenden Refrain, was die Gesamtleistung des Tracks etwas schmälert. Gewaltig, bombastisch und hmynisch till the end hämmert „(Take These) Chains“ aus den Boxen. Eine klasse Midtempo-Nummer mit Hang zu mehr Geschwindigkeit, grandiosen Riffs und den mehr als überragenden Vocals… Eins der absoluten Highlights der Scheibe. „Pain And Pleasure“ kann nach unscheinbaren Leads mit einer überwältigenden Bassline aufwarten, die mit der Intensität Rob Halfrods und Dave Hollands Drums alles niederzuwalzen scheint.

Der Titeltrack kommt mit Tempo 200 auf der Überholspur angeschossen, bei dem Halfrod mit aggressivem und extrem hohem Gesang alle Konkurrenz in die Schranken weist. Bemerkenswert ist auch der mehr als grandiose Mittelteil, bei dem sich Glenn Tipton und K.K. Downing mit ihren Gitarren gegenseitig an die Wand spielen wollen – einfach nur traumhaft! „You’ve Got Another Thing Comin’“ nimmt dann Geschwindigkeit und auch Härte mit raus. Der Song wurde als Single ausgekoppelt und von den Radiostationen weltweit im Radio rauf und runter gespielt. Etwas seichter als der Rest, aber dennoch gut anzuhören. Ein Midtempo-Double Basskracher der perfekten Sorte ist „Fever“. An diesem Song kann ich mich kaum satt hören, wirklich überragend. „Devil’s Child“ macht den Abschluss, klingt dabei etwas böse und ist ein würdiger letzter Track. Die Tracks 2, 5, 7 und 9 stechen aus diesem starken Output am ehesten heraus, wenn ich es auch kaum wagen will sie über den Rest des Albums zu stellen, der ebenfalls fast durchgehend überzeugen kann. Teilweise etwas zu schleppend geraten und doch nicht ganz ohne Schwachstelle ist das Album dennoch ein Klassiker für die Ewigkeit. Kann man auch nach 20 Jahren noch wunderbar hören und genießen!

Wertung: 8.5 / 10

Geschrieben am 31. März 2013 von Metal1.info

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