CD-Review: Ketzer - Endzeit Metropolis (Re-Release)

Besetzung

Gerrit aka I. Destroyer - Gesang
Marius aka Executor - Gitarre
Chris aka Sinner - Gitarre
David aka Necroculto - Bass
Søren aka Desecratør - Schlagzeug

Tracklist

01. Endzeit Metropolis
02. A Requiem For Beauty
03. The Fever's Tide
04. Aesthetics And Ecstasy
05. Farewell Fade Away (Instrumental)
06. Collector Of Worlds
07. Redeemed By Truth
08. He Who Stands Behind The Rows
09. To Each Saint His Candle (Live)
10. Witchcraft (Intro) (Live)
11. Satan's Boundaries Unchained (Live)


Nachdem KETZER schon dabei sind ihr Debüt neu aufzulegen, lassen es sich die Jungs nicht nehmen auch ihr Zweitwerk „Endzeit Metropolis“ neu an den Start zu bringen. Wie auch schon beim Re-Release von „Satan’s Boundaries Unchained“, wird die Scheibe um Live-Tracks erweitert, in diesem Fall um Aufnahmen der Klassiker „To Each Saint His Candles“, „Witchcraft (Intro)“ und „Satan’s Boundaries Unchained“. Schade ist nur, dass es keinen „Enzeit Metropolis“-Live-Song gibt. Ansonsten ist alles wie gehabt geblieben, sowohl das Artwork als auch die Produktion blieben unangetastet.

KETZER bleiben ihrem Sound auf „Endzeit Metropolis“ (noch) treu, klingen aber gereifter und fokussierter. Das Album hatte drei Jahre Zeit zu reifen, was sicherlich eine gute Entscheidung war. Noch mehr als auf dem Debüt finden sich nun packende Melodien in den Songs und lassen direkt an die schwedischen Genre-Ikonen von Watain denken. Natürlich spielen KETZER immer noch Black-Thrash, doch der gezieltere Einsatz von Breaks, Melodien und sogar einem Instrumental-Zwischenspiel („Farewell Fades Away“) werten den Sound der Truppe deutlich auf. Spätestens mit diesem Album dürfte auch klar sein, dass KETZER ihr Handwerk verstehen und keinesfalls bloß stumpf ihre Instrumente bearbeiten. Man höre nur die hohe Handwerkskunst von „Requiem For A Beauty“ oder „The Fever`s Tide“. Flirrende Gitarren treffen auf schwedisch angehauchte Melodien und gnadenloses Drumming. So fett und gleichzeitig abwechslungsreich wurde Black-Thrash lange nicht mehr gespielt.

Mit dem finalen „He Who Stands Behind The Rows“ (Stephen King irgendjemand?) machen KETZER den Sack zu und hauen dem Hörer noch ein letztes Mal all die Trademarks von „Endzeit Metropolis“ um die Ohren. Wenn man sich diese Scheibe mal wieder anhört versteht man, weshalb das folgende dritte Werk „Starless“ für einen Aufschrei unter den Fans gesorgt hat. Wie gut das KETZER mit ihrem aktuellen Longplayer „Cloud Collider“ wieder ein Stück weit zu ihren Wurzeln zurückgefunden haben. Wer „Endzeit Metropolis“ noch nicht sein Eigen nennt und Bock auf virtuosen Black-Thrash hat sollte bei dieser Neuauflage definitiv zugreifen.

Bewertung: 7.5 / 10

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