CD-Review: Ketzer - Satan's Boundaries Unchained (Re-Release)

Besetzung

Gerrit aka I. Destroyer - Gesang
Marius aka Executor - Gitarre
Chris aka Sinner - Gitarre
David aka Necroculto - Bass
Søren aka Desecratør - Schlagzeug

Tracklist

01. Witchcraft (Intro)
02. Satan's Boundaries Unchained
03. The Fire To Conquer the World
04. Warlust
05. I Am Your Unholy God
06. To Each Saint His Candle
07. Inverted Cross
08. Crushing the Holy
09. My Triumph
10. Inverted Cross (Live)
11. The Fire To Conquer The World (Live)


Neben immer mehr Special-Shows oder gar ganze Tourneen zu besonderen Alben, die Jubiläen oder ähnliches feiern, gehören mehr oder weniger opulente Re-Releases solcher Scheiben inzwischen zum guten Ton im Musikbusiness. Nicht immer versteht man, was der Mehrwert solcher Wiederveröffentlichungen ist, doch meistens gelingt es Band und Label ein lohnendes Paket zu schnüren. Pünktlich zum zehnjährigen ihres Debüts legen KETZER „Satan’s Boundaries Unchained“ neu auf, was sich schon allein deshalb lohnt, da die Scheibe inzwischen überall vergriffen ist. Ergänzt wird das Debüt um zwei Live-Aufnahmen, die herrlich roh daherkommen.

Wer KETZER erst in den letzten Jahren mit „Starless“ oder „Cloud Collider“ kennengelernt hat, könnte vom Sound der Truppe auf ihrem Debüt erstmal überrascht sein. Statt Post-Rock gemischt mit Black Metal gibt es auf „Satan’s Boundaries Unchained“ ungestümen Black-Thrash mit kaum erkennbaren Melodien und Gekeife direkt aus der Hölle. Wie bei vielen Debüts, scheiden sich auch hier die Geister. Für die einen klangen KETZER nie besser, für die anderen ist die Scheibe bloß stumpfsinniger Lärm. Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen, wobei das Album sicherlich nicht vor Raffinesse strotzt.

Sehr positiv an der Neuauflage ist, dass KETZER nichts am Sound des Debüts verändert haben. „Satans’s Boundaries Unchained“ klang schon vor zehn Jahren fett und roh und das ist auch auf dem Re-Release so. Ansonsten überzeugt die Scheibe immer noch mit ihrer ungestümen Mischung aus zügellösem Geballer, unerwarteten Breaks, Midtempo-Stampfern und feinen Melodien. Egal ob „Warlust“, „Crushing The Holy“ oder „The Fire To Conquer The World“, die Songs haben nichts von ihrem brutalen Flair eingebüßt. Highlight des Debüts ist und bleibt aber der Titelsong, der mit seinem schneidenden Riffs auch heute noch ein echter Live-Kracher ist.

Wer schon vor zehn Jahren nichts mit „Satan’s Boundaries Unchained“ anfangen konnte, wird es auch jetzt nicht können. KETZER zelebrieren auf ihrem Debüt den brutalen, vielleicht ab und an auch etwas stumpfen Black-Thrash und das ist auch gut so.

Bewertung: 8 / 10

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