CD-Review: Magnum - The Serpent Rings

Besetzung

Bob Catley – Gesang
Tony Clarkin – Gitarre
Dennis Ward – Bass
Lee Morris – Schlagzeug
Rick Benton – Keyboard

Tracklist

01. Where Are You Eden?
02. You Can't Run Faster Than Bullets
03. Madman Or Messiah
04. The Archway Of Tears
05. Not Forgiven
06. The Serpent Rings
07. House Of Kings
08. The Great Unknown
09. Man
10. The Last One On Earth
11. Crimson On The White Sand


Tony Clarkin hat es wieder getan. Der unablässig arbeitende Gitarrist, der sämtliche Stücke schreibt und die Alben seiner Band produziert, ist zurück. Bereits seit 1972 (mit Unterbrechung zwischen 1995 und 2001) aktiv, sind MAGNUM eine absolute Größe im Heavy Metal. Nun erscheint mit „The Serpent Rings“ bereits das zehnte Album der Briten seit ihrer Renunion.

Neu ist auf diesem Bassist Dennis Ward (u.a. Pink Cream 69, Unisonic), der den ausgestiegenen Al Barrow ersetzt und dies ohne Fehl und Tadel tut. Ansonsten ist eigentlich alles beim Alten, wie bereits das Cover der Platte nahelegt. Eine comichaft anmutende Schlange hinter einem alten Mann mit langem Umhang und großem Schwert, das Ganze in einer Säulenhalle, die zusätzlich von fiesen kleinen, schwarzgewandeten Echsenwesen bevölkert wird. Nun denn, hinein ins Märchenland.
„Where Are You Eden?“ fragt der Opener und überzeugt zugleich mit starkem Riffing und einer geradlinigen Rockausrichtung, die man bei MAGNUM nicht immer so hört und die bisweilen an Deep Purple erinnert. Diese wird noch zusätzlich durch den Sound von „The Serpent Rings“ unterstrichen, der sehr warm und natürlich gehalten wurde. So haben die Tracks der Platte zwar Wucht, wirken aber nicht kalt und zu glatt produziert. So wie es im Märchenland eben zugeht.
Musikalisch sind MAGNUM auf ihrer neuen Scheibe deutlich straighter gepolt, die Songs haben zum großen Teil eine sehr rockige Ausrichtung, ohne dass man komplett auf majestätische Größe und Melodien verzichten würde. Denn wo „You Can’t Run Faster Than Bullets“ mit viel Schwung aus den Boxen kommt, ist das folgende „Madman Of Messiah“ das beinahe balladeske Gegenstück dazu. „The Archway Of Tears“ bringt schließlich den alteingesessenen Fans einen Track, der ihnen warm ums Herz werden lassen dürfte. Riesige Melodiebögen spannen sich durch den Track, sehr ruhige Momente bereiten auf tolle Riffs vor und Bob Catley klingt so kraftvoll und vital wie eh und je. Dazu birgt der Song noch einen mitreißenden Refrain, der begeistert.

Alles beim Alten also? Irgendwie schon, aber das ist auch gut so. Denn MAGNUM liefern auch auf ihrem 21. Album einen Sound irgendwo zwischen Heavy- und Power Metal, der seine melodische und rockige Seite organisch miteinander verbindet. „The Serpent Rings“ ist ein starkes Album, das keinen Fan des Genres enttäuscht.

Bewertung: 7.5 / 10

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