CD-Review: Rebellion - Miklagard (EP)

Besetzung

Michael Seifert – Gesang
Simone Wenzel – Gitarre
Uwe Lulis – Gitarre
Tomi Göttlich – Bass
Gerd Lücking – Schlagzeug

Tracklist

01. Miklagard


Im Jahre des Herrn 2005 veröffentlichten REBELLION den ersten Teil ihrer „Sagas of Iceland“-Trilogie, deren zweiter Teil eigentlich schon 2006 erscheinen sollte. Aber so ist das nun mal mit VÖ-Terminen: Sie sind nicht sonderlich beständig und werden gerne mal verschoben. So erscheint nun Anfang 2007 dieser Appetitanreger, das volle Album wird noch mal gut einen Monat auf sich warten lassen.

Wie ich erfuhr, wird der Song „Miklagard“ schon im Voraus als Single ausgekoppelt. Oft werden Singles dann ja zu EPs umfunktioniert und mit Tracks bestückt, die es nicht aufs Album geschafft haben; REBELLION praktizieren das nicht und machen eine Single, bei der der Begriff Programm ist. Lediglich ein Videoclip zu dem einen Song schafft’s mit auf die Scheibe, die exklusiv per Mailorder verfügbar sein wird.

Tja, was soll ich hier nun groß erzählen? Natürlich hat man sich hier nicht das speziellste Stück des Albums ausgesucht, das ist ja bei Singles eher weniger üblich. Also gibt’s was Repräsentatives auf die Ohren: „Miklagard“ führt konsequent das fort, was REBELLION auf „Sagas of Iceland: The History of the Vikings (Part 1)“ begannen. Hier gibt’s recht straighten Power Metal mit angenehm rauem Gesang auf die Ohren. Leider weist der Song keinen richtigen Höhepunkt auf, trotzdem lässt er sich gut anhören, wozu nicht zuletzt der Galopp-Rhythmus beiträgt. Meine Meinung zum Videoclip ist zwiegespalten: Einerseits gibt es hier das übliche Posing, das mir mittlerweile zu diversen Körperöffnungen raushängt. Meine Güte, wenn man schon über Wikinger singt, kann man da doch was draus machen! Andererseits gibt’s genau hierzu Ansätze: Durchaus witzige und stimmige Szenen, die ein bisschen an Mittelaltermarkt-Reenactment erinnern.

So, das war’s dann auch schon wieder. Wenn schon nix zur nicht vorhandenen weiteren Musik zu sagen ist, spendiere ich wenigstens ein wenig Bildung: Miklagard ist der Name der Wikinger für das heutige Istanbul, das damals Konstantinopel bzw. Byzanz hieß. Skandinavische Handelsschiffe machten immer wieder Fahrten in diese Stadt, und mit der Warägergarde hatten die Byzantiner einen Truppenteil, der sich exklusiv aus Wikingern rekrutierte. Dies dazu. Das Album wird am 23.2. erscheinen und wohl eine homogene Fortsetzung zum ersten Teil der Trilogie darstellen; wer jenes mochte, kann sich, so wie ich, darauf freuen. Ob es wirklich nötig ist, eine Scheibe mit einem Song und einem Video zu veröffentlichen, sei einmal dahingestellt.

Keine Wertung

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