Die Männer am Mischpult (Produzenten-Special)

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Die Idee hinter dem Produzenten-Special

Wer sich in der Welt der Musik-Magazine umsieht, findet dort unzählige Texte, die sich mit Alben und den dafür verantwortlichen Musikern beschäftigen. Nur allzu gerne werden diese in Form von Interviews zum Gespräch gebeten, um die Hintergründe zu ihrer aktuellen Veröffentlichung zu erläutern, das Albumkonzept zu erklären oder sich über den vermeintlich perfekten Sound für ihre Kreationen auszulassen. Derweil gibt es Menschen, die zumindest zum letztgenannten Punkt schon von Berufs wegen mehr sagen könnten – die Männer am Mischpult.

Diesem Gedanken folgend haben wir für euch Interviews mit bekannten Produzenten aus den verschiedensten Rock- und Metal-Bereichen geführt – um endlich auch einmal die Menschen zu Wort kommen zu lassen, von deren Arbeit der Erfolg oder Misserfolg eines Albums maßgeblich abhängt, ohne dass sie nachher in Besetzungslisten oder Reviewtexten auftauchen.

Doch natürlich geht es hier nicht nur um Sound – viel mehr geht es darum, eine ganze Welt aus der Gegenperspektive auszuleuchten: Ist improvisieren im Studio auch aus Produzentensicht so cool, wie viele Musiker sagen? Woran merkt man, ob man grade einen neuen Chartstürmer abmischt oder doch die ewigen Underdogs? Und was halten die Profis vom immer mehr um sich greifenden Trend des Homerecordings?

Die teils sehr unterschiedlichen Antworten und Ansichten der von uns zum Gespräch gebetenen Produzenten könnt ihr in den im Folgenden aufgelisteten Beiträgen nachlesen – an dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Beteiligten für ihr Mitwirken an diesem Special!

 

Die Special-Beiträge im Überblick:

Teil 1: Andy Classen (Stage One Studio)

Andy Classens Karriere begann 1980 als Gitarrist der deutschen Thrasher Holy Moses, bis er 1994 die Seite wechselte und hauptberuflich zum Mann hinter den Reglern wurde. Im Stage One Studio verpasste er zuletzt Bands wie Krisiun („The Great Execution“), Varg („Blutaar“), Archgoat („The Light-Devouring“) oder Destruction („Spiritual Genocide“) den letzten Schliff.
Zu seinen wohl bekanntesten Produktionen dürften die Alben von Nagelfar, Legion Of The Damned, Graveworm, Tankard oder Belphegor gehören.
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Teil 2: Thomas Heimann-Trosien (Turnstyle Mastering)

Bands wie In Extremo und Schandmaul begleitete er beim Aufstieg zu den bekanntesten Vertretern des Folkrocks: Die Rede ist von Thomas Heimann-Trosien. Von Freunden nur liebevoll „Trosi“ genannt, ruhte sich der Berliner in den letzten Jahren allerdings nicht auf seinen Lorbeeren aus, sondern verhalf mit Saltatio Mortis und Feuerschwanz zwei weiteren Vertretern des Genres zu ihrem Durchbruch. Im Gespräch mit Metal1 erfahrt ihr mehr über den Produzenten, der mit seiner Studioarbeit wie kein zweiter die deutschsprachige Folkrock-Landschaft geprägt hat.
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Teil 3: Dan Swanö (Unisound Studio)

Obwohl Dan Swanö schon seit den frühen 90ern als Produzent aktiv ist, stand und steht seine Karriere im Schatten seiner eigenen musikalischen Vision – mit Edge of Sanity veröffentlichte er quasi ausschließlich Alben, die im Death Metal nach wie vor hoch angesehen sind. Vom guten Ruf als Musiker profitierte auch die Arbeit hinter den Reglern, Swanö produzierte in seinem Unisound Studio unzählige heute legendäre Alben des Death und Black Metal, inklusive früher Ergüsse von Marduk und Dissection. Inzwischen scheint er auch Gefallen daran gefunden zu haben, Alben aus dieser Zeit mit verbessertem Sound zu versehen, zuletzt so geschehen mit Sacramentums legendärem „Far Away From The Sun“. Ansonsten beschränkt er sich heutzutage generell auf Mixen & Mastern.
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Teil 4: Victor Bullok (Woodshed Studio)

Seit zwölf Jahren schwingt er als V. Santura bei den Black Metallern Dark Fortress die Gitarre, seit fünf ist er zudem Tom Gabriel Fischers Kumpane beim Celtic-Frost-Nachfolger Triptykon und seine Gastauftritte sind ungezählt. Hauptberuflich ist Victor Bullok jedoch Produzent: In seinem Woodshed Studio entstanden hoch gelobte Alben wie Farsots „IIII“, beide Thulcandra-Scheiben, Helfahrts „Drifa“, „Cosmogenesis“ und „Omnivium“ von Obscura oder „Seven Bells“ (Secrets Of The Moon) – von seinen eigenen Projekten gar nicht erst zu reden. Doch auch internationale Acts wie Pestilence fanden sich schon im beschaulichen Landshut ein.
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Teil 5: Jacob Hansen (Hansen Studios)

Die Stadt Ribe in Dänemark dürfte den Wenigsten ein Begriff sein – und doch ist die Stadt durch einen Mann für die Metal-Szene von nicht zu unterschätzender Bedeutung: Jacob Hansen.
Seit 1990 sorgt dieser als Produzent in seinen Hansen Studios für amtlichen Sound. Nachdem er sich zunächst um heimische Künstler gekümmert hatte, zu deren prominentesten Vertretern die ihm bis heute treu gebliebenen Studio-Dauergäste von Volbeat gehören, kommen Bands mittlerweile von weit her, um ihren Alben in Ribe den richtigen Schliff verpassen zu lassen – genannt seien hier nur Destruction, Maroon, Deadlock, Onslaught oder Tyr, deren kommendes Album grade erst in den Hansen-Studios fertiggestellt wurde.
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Teil 6: Achim Köhler (Indiscreet Audio)

Achim Köhler könnte man als Spezialisten für deutschen Heavy Metal bezeichnen, gaben sich in seinem Indiscreet Audio Studio doch mit Bands wie Sinner, Brainstorm, Symphorce oder seinen Studio-Dauergästen Primal Fear diverse Bands aus diesem Genre die Klinke in die Hand.
Doch auch  Sodom, Sonic Syndicate oder Headhunter nutzten schon die Dienste des Produzenten, der neben seiner Studiotätigkeit oft als Live-Mischer unterwegs ist.
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Teil 7: Eike Freese (Hammer Studios)

Eike Freese spielte und produzierte Musik bereits mit 13. Er studierte „Recording Arts“ in London, inzwischen betreibt er seit vielen Jahren sein Eikey Studio, in dessen Räumlichkeiten auch Dirk Schlächter und Kai Hansen als Produzenten ihr Unwesen treiben. Kunden aus populäreren Musikrichtungen wie etwa Christina Stürmer nehmen seine Dienste ebenso in Anspruch wie Todtgelichter oder Callejon. Daneben hat Freese nie aufgehört, selbst musikalisch aktiv zu werden: Dark Age, bei denen er singt und Gitarre spielt, sind seit 1994 in der Szene unterwegs und machten zuletzt 2009 mit dem Album „Acedia“ auf sich aufmerksam.
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Teil 8: Sascha Paeth (Gate Studio)

1996 von der Band Heavens Gate gegründet, findet sich bis heute in Ehmen (nähe Wolfsburg) das Gate Studio. Nach Auflösung der Band 1999 übernahm Gitarrist Sascha Paeth das Studio gemeinsam mit Michael „Miro“ Rodenberg.
Seit dem gibt sich die Melodic- / Power Metal-Szene dort die Klinke in die Hand: Avantasia, Edguy, Rhapsody, Kamelot, Epika, Gamma Ray oder Luca Turilli – sie alle wissen die Dienste des Produzenten zu schätzen, welcher für seine Arbeit als Produzent und Tontechniker an „The Scarecrow“ von Avantasia den Goldenen Bobby vom Verband Deutscher Tonmeister verliehen bekam. Im Februar 2013 führten wir ein Telefonat mit ihm.
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Teil 9: Markus Stock (Klangschmiede Studio E)

Wohl kein Produzent hat den deutschen Black Metal geprägt wie er – Markus Stock deshalb jedoch als Black-Metal-Produzenten zu betiteln, würde dem Mann , der als Haus- und Hof-Produzent für Prophecy-Records, aber auch als Gitarrist und Kopf von Bands wie Empyrium, The Vision Bleak, Ewigheim oder Noekk bekannt wurde, dennoch nicht ganz gerecht. Denn in seiner Klangschmiede E wird weit mehr als nur Schwarzmetall bearbeitet.
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