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Bob Kulick ist im Alter von 70 Jahren verstorben

Wie sein Bruder Bruce Kulick (Ex-Kiss, Grand Funk Railroad) heute mitteilte, ist der legendäre Gitarrist und Produzent Bob Kulick heute im Alter von 70 Jahren verstorben. Er arbeitete im Laufe seiner bewegten Karriere mit Bands und Künstlern wie Alice Cooper, W.A.S.P., Kiss und Motörhead, um nur wenige zu nennen.

Bruce Kulick schreibt: „Es bricht mir das Herz, vom Tod meines Bruders Bob Kulick berichten zu müssen. Seine Liebe zur Musik und sein Talent als Gitarrist und Produzent werden niemals in Vergessenheit geraten. Ich weiß, dass er jetzt seinen Frieden bei unseren Eltern gefunden hat und so laut er kann Gitarre spielt. Bitte respektiert in dieser schweren Zeit die Privatsphäre der Familie.“

Alice Cooper stellt neue Single „Don’t Give Up“ vor

Der Shock-Rock-Altmeister ALICE COOPER hat eine neue Single namens „Don’t Give Up“ veröffentlicht. Der Song, welcher sich mit den Herausforderungen des weltweiten Corona-Lockdowns beschäftigt, wurde von Cooper zusammen mit Produzent Bob Ezrin aufgenommen.

ALICE COOPER erklärt: „‚Don’t Give Up‘ erscheint heute. Der Song handelt von den Dingen, die wir zur Zeit alle durchmachen und davon, einen kühlen Kopf zu behalten und sich gemeinsam dagegen zu stemmen. Und was auch immer ihr tut – gebt nicht auf!“

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Tokyo Motor Fist kündigen neues Album an

Die um Trixter-Gitarrist Steve Brown und Sänger Ted Poley (Danger Danger) versammelten Hard Rocker TOKYO MOTOR FIST haben mit „Lions“ den Titel ihres zweiten Albums bekannt gegeben. Die Platte soll am 10. Juli über Frontiers Music erscheinen.

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01. Youngblood
02. Monster In Me
03. Around Midnight
04. Mean It
05. Lions (featuring Dennis DeYoung on keys)
06. Decadence On 10th Street
07. Dream Your Heart Out
08. Blow Your Mind
09. Sedona (featuring Mark Rivera on sax)
10. Look Into Me
11. Winner Takes All

Das Cover von "Lions" von Tokyo Motor Fist

Danzig – Danzig Sings Elvis

Im Leben passieren immer wieder Dinge, die sind derart abstrus, dass man sie einfach erlebt haben muss. Dazu gehören etwa die Zusammenarbeit von Metallica mit Lou Reed („Lulu“) oder von Megadeth-Chef Dave Mustaine mit dem San Diego Orchestra – alles völlig daneben, aber hätte man es nicht gesehen beziehungsweise gehört, man wäre mal wieder der oder die Einzige gewesen, die nicht mitreden kann. Neuester Eintrag in diese Reihe an Kuriositäten ist mit Sicherheit „Danzig Sings Elvis“. Genau: Glenn Danzig, Misfits-Urstimme, selbsternannter Arthaus-Regisseur und Mensch gewordener Netzbraten lässt es sich heuer nicht nehmen, ein Album voller Elvis-Presley-Cover zu veröffentlichen. Egal wie stark das Bullshit-Barometer hier noch ausschlagen wird, Unterhaltung ist garantiert! Der erste Kritikpunkt kommt jedoch sofort, denn statt einem derart schnöden Titel hätte die Platte ruhig „Aloha From The Crypt“ oder ähnlich heißen dürfen …

Die Rechnung, die Mr. Danzig (oder einer seiner Berater, der im Idealfall bereits fristlos seinen Arbeitsplatz räumen musste) im Vorfeld zu dieser Platte angestellt hat, muss in etwa so ausgesehen haben: DANZIG spielen ungeachtet ihres Düster-Images Rock ’n‘ Roll und ihr Frontmann ist durch seinen unverwechselbaren Knödel-Gesang bekannt geworden. Elvis Presley war der König des Rock ’n‘ Roll und hat eine unverwechselbare Stimme, die von Laien oft als knödelnd wahrgenommen wird. Ergo sollten DANZIG unbedingt Elvis Presley covern, das kann nur gut werden. Dass Glenn Danzig selbst Elvis-Fan ist, verkündete er oft genug, spielt hier allerdings absolut keine Rolle.

Deshalb macht es bei einem Album wie „Danzig Sings Elvis“ auch viel mehr Spaß, eher über die unzähligen Konnotationen einer solchen Platte als ihren eigentlichen Inhalt zu sprechen. Der Vollständigkeit halber soll das hier dennoch kurz geschehen: Über knappe 40 Minuten „interpretiert“ – soll heißen ermordet – der „Schinkengott“ stolze 14 mehr oder minder bekannte Elvis-Presley-Nummern. Dabei singt er bereits bei „Is It So Strange“ teilweise derart gnadenlos an den Tönen vorbei, dass der King of Rock ’n‘ Roll in Memphis in seinem Grab rotieren dürfte. Dazu möchte Mr. Danzig vermutlich gefühlvoll und verletzlich rüberkommen, klingt aber nur heiser und verbraucht, was ihn schon an geringsten Höhen scheitern lässt – einzig der extreme Hall auf seiner Stimme (soll nach 50er-Jahre klingen) kaschiert das beinahe zur Erträglichkeit. Dennoch ist es fraglich, warum er sich auch noch fast ausnahmslos Balladen seines Vorbilds aussuchen musste.

Wird „Danzig Sings Elvis“ irgendwann besser? Ja, nach dem 14. Song hält angenehme Stille Einzug. Spaß beiseite, aber wirklich brauchbar ist diese Platte tatsächlich nicht. DANZIG covern die Elvis-Songs drei Tonlagen tiefer, was man noch als „zeitgemäß“ durchgehen lassen könnte, allerdings ist die musikalische Untermalung zwar zweckmäßig, entbehrt jedoch jeglicher Energie. Und der Gesang will einfach nicht funktionieren: „Lonely Blue Boy“ wird ohne jegliche Überzeugung gesungen, „Fever“ lässt alle Coolness vermissen und generell liegt der Bandkopf öfter daneben, als man verschmerzen will. Man könnte hier noch mehr Songs herausgreifen, aber es hat einfach keinen Wert. Eigentlich genügt es, das wie betrunken dahingelallte „Love Me“ zu hören, denn es fasst zusammen, was alles mit diesem Album nicht stimmt. Einzig das schmissige „Baby Let’s Play House“ und „Always On My Mind“ funktionieren besser als gedacht.

Was haben „Danzig Sings Elvis“ und die in der Einleitung genannten populärkulturellen Verkehrsunfälle gemeinsam? Es sind Momente, in denen Hybris die Oberhand über Professionalität gewann. Und genau hier liegt der Hund begraben: Nur weil einer knödelt, singt er nicht wie Elvis Presley, und nur weil er schon lange im Geschäft ist, schon erst recht nicht. Mag schon sein, dass Glenn Danzig ein glühender Verehrer von Elvis Presley ist, es sei ihm unbenommen. Aber das sind auch all die unfreiwillig komischen Lokalmatadore, die auf dem Frühlingsfest in Castrop-Rauxel oder bei einer Baumarkteröffnung in Wanne-Eickel den Elvis geben. Eine Performance, wie sie DANZIG hier bieten, spielt sich normalerweise zu solcherlei Anlässen oder mit viel Wohlwollen in Filmen der Coen-Brüder am Bildrand ab, sollte aber sicher nicht als Vollpreis-CD verkauft werden.

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Chronus – Idols

Bereits 2012 gegründet, aber im Hinblick auf das Alter ihrer Mitglieder noch recht jung ist die südschwedische Band CHRONUS. Während das an sich noch keine Besonderheit ist, fällt das Quartett durch sein visuelles Auftreten auf. Frontmann Sebastian Axelsson, der sich den Künstlernamen „The Baron“ verpasst hat, trägt auffällige Schminke um die Augen und eine weiße Uniform am Körper, während seine drei Kollegen in das blutrote Pendant dazu geschlüpft sind. Doch Moment – ein Sänger mit Make-up-Verschleierung und uniform gekleidete Mitmusiker? Da klingelt doch was …

In der Tat hören die Parallelen nicht bei den äußerlichen Gemeinsamkeiten oder auch dem Heimatland auf: CHRONUS spielen auf ihrem nunmehr zweiten Longplayer „Idols“ eine Variante des Hard Rock mit Heavy-Metal-Schlagseite, der nicht selten an Ghost erinnert – ohne dabei jedoch eine ähnliche düstere Aura auszustrahlen. Dazu klingt schon Axelssons Stimme zu hell, dessen Performance in Ansätzen irgendwo zwischen Mastodons Brent Hinds, Ozzy und Volbeats Michael Poulsen zu verorten ist.

Auch sonst kann man CHRONUS nicht vorwerfen, dass sie sich musikalisch allzu sehr an Vorbildern orientieren oder gar bedienen. Das skandinavische Quartett spielt durchaus seinen eigenen Stil: In den Strophen hält sich die Gitarrenfront in der Hälfte der Tracks mit dezenter Palm-Mute-Begleitung zurück, um dem melodischen Gesang genug Raum zu geben, und jener sich schließlich im Refrain kräftig aufbäumt (z. B. in den ersten drei Tracks oder auch „Black Water“). Weicht die Band von diesem Schema ab, klingt das gerne mal wie eine entmetallisierte, rockige Variante des berühmten doublebassbegleiteten Maschinengewehr-Riffings aus Metallicas „One“ („Pharos“) oder nach verträumtem Saitengeplänkel im einzigen Lovesong des Albums, „My Heart Is Longing For You“, der mit einer wohldosierten Portion Schmalz, aber am Ende ohne Kitsch-Überdosis daherkommt.

Das Problem, das sich im Laufe von „Idols“ zu erkennen gibt, liegt zum einen darin, dass CHRONUS zwar mit ihren hymnischen Refrains inklusive gedoppelter Gesangsspuren schon zu einem gewissen Grad eingängig bis hin zur Radiotauglichkeit klingen, doch nach Verstummen des Rausschmeißer-Songs letztlich so gut wie nichts hängenbleibt. Zum anderen wohnt dieser radiotauglichen Oberflächlichkeit inne, dass man als Hörer zuweilen den Eindruck hat, CHRONUS rocken größtenteils mit angezogener Handbremse, anstatt das Monster von der Kette zu lassen.

Dass sie es können, beweisen sie etwa in der zweiten Hälfte von „Memories“, einer so zumindest semi-kraftvollen Metal-Nummer mit energetischer Drum-Arbeit und tonnenschwerem Stampf-Part. Auch der Titeltrack an finaler Position startet zunächst erhaben mit Trommelwirbel und flottem, an Iron Maiden erinnerndem Alternate-Picking, um dann in das generische Strophenschema zurückzufallen, von dem man an dieser Stelle angekommen schon genug hatte. Ferner zeigen die jungen Männer mit „Sun“ durchaus Potential, wenn sie ein schleppendes Doom-Riff in bester Black-Sabbath-Manier zelebrieren, es dann aber bei einem ca. 80-sekündigen Instrumental belassen, das den zweiten Teil von „Idols“ einleitet. Hätten sie aus diesem Interlude einen vollwertigen Song gebastelt, wäre auch die etwas dürftige Albumspielzeit von knapp 36 Minuten großzügiger ausgefallen.

Hier soll nicht der Eindruck entstehen, dass CHRONUS eine großartige Hard-Rock-Band wären, wenn sie nur mehr Metal spielen würden. Tatsächlich bieten die Schweden mit „Idols“ neun ohne unnötige Längen auskommende und somit auf die Essenz reduzierte Rocksongs, die zudem genau so produziert sind, wie ein Album dieses Genres 2020 klingen sollte. Darüber hinaus muss man betonen, wie außerordentlich gut die Musiker ihre Instrumente beherrschen, wie unglaublich tight sie „Idols“ eingespielt haben. Und doch: Selbst wenn man es drauf anlegt, diese Platte toll zu finden und ihr mehr als nur ein paar Durchläufe gönnt, so bleibt die Entwicklung von einem dahinplätschernden Etwas zu einem ganz passablen Rock-Album das höchste der Gefühle. Mehr Verspieltheit, mehr ungezügelte Energie und mehr Mut beim Songwriting ist der Band zu wünschen. Stand jetzt bleibt „Idols“ jedoch ein lauwarmer Tipp für Fans von Ghost, neueren Volbeat oder auch Audrey Horne.

House Of Lords veröffentlichen neue Single „Chemical Rush“

Die Hard Rocker HOUSE OF LORDS haben mit „Chemical Rush“ einen neuen Song vorgestellt. Selbiger wird sich auf ihrem neuen Album mit dem Titel „New World – New Eyes“ befinden, das am 12. Juni über Frontiers Music in den Handel kommen wird.

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01. New World New Eyes
02. Change (What’s It Gonna Take)
03. One More
04. Perfectly (You And I)
05. The Both Of Us
06. Chemical Rush
07. We’re All That We Got
08. Better Off Broken
09. $5 Buck Of Gasoline
10. The Chase
11. The Summit

Das Cover von "New World - New Eyes" von House Of Lords

L.A. Guns präsentieren neue Single „Let You Down“

Die kalifornischen Sleaze Rocker L.A. GUNS, genauer die Version um Sänger Phil Lewis und Gitarrist Tracii Guns, haben mit „Let You Down“ eine neue Single veröffentlicht. Die Nummer entstand während der Arbeiten zu ihrem bisher noch unbetitelten nächsten Album.

Sänger Phil Lewis erklärt: „Hier ist unsere neue Single ‚Let You Down‘, ein zutiefst verstörendes Werk über die Worte einer getriebenen Seele. Sie wurde in Quarantäne aufgenommen, also hat Tracii seine Gitarren in Dänemark eingespielt, ich habe meinen Gesang in L.A. aufgenommen und Adam Hamilton hat Schlagzeug und Mix in Las Vegas übernommen. Normalerweise hätten wir das auf herkömmliche Weise aufgenommen, aber die Isolation verleiht der Atmosphäre dieses Songs das gewisse Etwas. Ich bin sicher, dass es Euch gefallen wird! Cheers!“

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Das Cover von "Let You Down" von L.A. Guns

The Hellacopters arbeiten an neuem Album

Die schwedischen Rock ’n‘ Roller THE HELLACOPTERS haben angekündigt, dass sie an einem neuen Studioalbum arbeiten. Es wird ihre erste volle Platte seit dem 2008 erschienenen „Head Off“ sein.

Frontmann Nicke erklärt: „Wir arbeiten an einem neuen HELLACOPTERS-Album. Bisher haben wir die Grundlagen zu etwa sieben Songs aufgenommen. Wir machen das eben ‚hier und da‘. Die Sterne müssen wortwörtlich richtig stehen. Die Leute glauben, dass ich nichts anderes machen würde, aber das stimmt nicht. Es läuft so ab: ‚Hey, ich habe dann und dannn Zeit!‘ – ‚Oh, aber da fahre ich in die Sommerresidenz.‘ Und Dregen hat ja auch die Backyard Babies. Ich denke immer, bei mir wäre viel los, aber er ist der beschäftigtste Typ, den ich je gesehen habe.“