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The Dead Daisies w/ The New Roses

Burn it down. So heißt das neue Album der Altrocker-Combo THE DEAD DAISIES, die auch genau mit diesem Motto ihre Welttournee durchziehen. Als Support haben sie die deutsche Hard Rockband  THE NEW ROSES verpflichtet. Heute Abend wird die kürzlich mit dem ,,Live Entertainment Award“ für den besten Club des Jahres ausgezeichnete Markthalle in Hamburg gerockt. Wir sind gespannt!

Um 19:00 Uhr öffnen sich die Türen zur Markthalle. Die Halle ist recht schnell dicht gefüllt und es soll einem schönen, rockigen Abend nichts mehr im Wege stehen. Die Mitgliederliste von den Daisies versprechen jedenfalls das volle Pfund pure Rockmusik. Aber zunächst sollen THE NEW ROSES aus Wiesbaden die Party eröffnen. Durchaus keine unbekannte Band, so haben sie schon mit einigen sehr bekannten Bands getourt und auf diversen großen Festivals gespielt. Um kurz nach 20:00 Uhr stehen sie auf der Bühne und machen gleich mit dem ersten Song eine klare Ansage. Nämlich, dass sie eine Menge Bock auf die Show haben.  Purer Hard Rock, gepaart mit großer Spielfreude lässt das Publikum schnell in Fahrt kommen. Sänger Timmy Rough versteht es sehr gut, die Stimmung anzuheizen und ein wirklich guter Sound ist hierbei durchaus hilfreich, die Temperatur in der Halle ansteigen zu lassen. Norman Bites, zweiter Gitarrist, nimmt seine Flying V ordentlich ran und liefert eine wirklich sehenswerte Show ab. Auch der Rest der Band überzeugt während des gesamten Sets, welches nach 45 Minuten sein Ende findet. Mit eingängigen Songs laden THE NEW ROSES jeden Besucher zum mitrocken ein. Perfekt, um auf den Hauptact eingestimmt zu sein.

Nach einer kurzen Umbaupause warten die Zuschauer ungeduldig auf THE DEAD DAISIES, deren Ursprung in Australien liegt. Die Besetzung liest sich wie eine Speisekarte in einem Sterne Restaurant. Doug Aldrich, John Corabi, Marco Mendoza, David Lowy und Deen Castronovo. Alles absolute Vollprofis, die genau wissen, was auf der Bühne zu tun ist. Von der ersten Minute an zeigen sie unmissverständlich, dass dieser Abend eine große Party werden soll. Man merkt und hört, dass sich diese Musiker blind vertrauen und verstehen. Großartiger Rocksound gepaart mit großartigen Musikern zieht auch den letzten Besucher von seinem Stuhl an der Bar.  Doug Aldrich, ehemaliger Gitarrist von Whitesnake, versteht es perfekt, während seines Spielens mit dem Publikum zu kommunizieren. Er hat sichtlich Spaß und feuert während der Show geschätzte 50 Plektren in die Menge. Tolle Soli und eine absolut sympathische Ausstrahlung machen ihn zu einem der Lieblinge des Abends. Zusammen mit David Lowy bildet er ein wirklich gutes Gitarren-Gespann.

Marco Mendoza, Sunnyboy der Band, lässt keine Gelegenheit aus, mit den weiblichen Fans zu flirten und sich das eine oder andere Küsschen abzuholen. Ständig unterwegs auf der Bühne, liefert auch er eine tolle Show ab und zeigt, dass Basser nicht nur vor ihrem Verstärker stehen müssen. Sehr unterhaltsam und professionell! Die Band hat eine bunte Setlist mit sowohl alten als auch Songs vom neuen Album. Große Klasse ist die Vorstellung der einzelnen Bandmitglieder, die ungefähr fünf Minuten dauert. Jeder Musiker lässt sich mit einer Melodie eines Songs seiner Lieblingsband feiern.

Hier wird lautstark mitgesungen und geklatscht. Auch Drummer Deen Castronovo (ex-Journey) bekommt einen Part für ein cooles Drumsolo und stellt seine ganze Erfahrung eindrucksvoll unter Beweis. Ebenfalls in Topform zeigt sich Sänger John Corabi, der u.a. bei Mötley Crüe gesungen hat. Stets präsent, gesanglich druckvoll und auch sehr beweglich auf der Bühne komplettiert er eine Hard Rockband, die diesen Abend zu einem Fest werden lässt. Der Saal kocht, es wird gesungen, gehüpft und gefeiert, bis um kurz vor 23:00 Uhr der letzte Song ausklingt.

Dieser Abend ist ein Leckerbissen für Hard Rock- Fans. Sowohl THE NEW ROSES, als auch THE DEAD DAISIES liefern ein Menu der Extraklasse. Auf der einen Seite die jugendliche Leichtigkeit und auf der anderen Seite die geballte Power jahrzehntelanger Erfahrung im Rockbusiness. Perfekt!

Lordi zeigen Lyric-Video zu neuem Song ‚Your Tongue’s Got The Cat‘

Die finnischen Metal-Monster LORDI haben ein neues Video zum Song „Your Tongue’s Got The Cat“ veröffentlicht. Der Track entstammt dem neunten Studio-Album der Band, „Sexorcism“, das am 25.05. über AFM Records erscheinen wird.

„Sexorcism“ wurde in den Finnvox Studios von Mikko Karmila aufgenommen und gemixt.

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Terrible Old Man – Fungi From Yuggoth

H.P. Lovecraft gehört zu den Schriftstellerlieblingen der Rock- und Metalszene. Seine düster-melancholisch eingefärbten, von Wahnsinnigen, Monstern und Weltuntergangsszenarien wimmelnden Texte passen atmosphärisch bestens zu den Klängen der härteren Gitarrenmusik. Dementsprechend umfangreich ist der Bestand an Bands, die sich in Songs und ganzen Alben dem Oeuvre des amerikanischen Schriftstellers gewidmet haben. Zu diesen gehören auch TERRIBLE OLD MAN, die nicht nur von sich behaupten können, einen zutiefst irritierenden Bandnamen, sondern auch bereits ihr zweites Album komplett Lovecraft gewidmet zu haben.

Ganz so verwirrend ist der Name für Kenner des US-amerikanischen Horror-Phantasten dann allerdings doch nicht – der schreckliche alte Mann ist der Protagonist einer kürzeren Erzählung, in der sich literarisch verformt Lovecrafts gerne übersehener Fremdenhass artikuliert. Irritierend ist also weniger der Name als die Namenswahl. Und auch der Titel des Albums, „Fungi From Yuggoth“ ist für Uneingeweihte eher nichtssagend – es handelt sich dabei um den Namen einer Sonnettsammlung von Lovecraft. Das Quintett legt damit den Fokus auf einen eher unterrepräsentierten Aspekt dessen Schaffens. Jeder Song widmet sich einem Sonnett und es kann dabei kaum verwundern, dass die Gesamtatmosphäre der CD eher düster, wenn auch nicht halbwegs so weltuntergänglerisch ausgefallen ist, wie vielleicht erwartet.

Ist die Wahl der textlichen Vorlage zwar einigermaßen exotisch, die Songs selbst sind es eher nicht. TERRIBLE OLD MAN spielen modernen Rock, der zwar hier und da Anleihen an die gegenwärtige Retro-Welle macht, durch seine härteren, in den Heavy Metal spielenden Momente aber deutlich frischer klingt. Dabei bewegt sich das Album eher in groovigen Gefilden, wie sie der äußerst gelungene Opener „The Book“ vorgibt. Der Song baut durch sein fettes Riffing und die eingängigen Melodiebögen ordentlich Spannung auf und kann auch atmosphärisch überzeugen. Das folgende „The Pursuit“ kann dieses Niveau durchgehend halten und bildet gleichzeitig durch sein hohes Tempo (vor allem im Refrain) einen klugen Kontrapunkt zum Opener. Auch die beiden Nummern „The Key“ sowie „Recognition“ demonstrieren kompositorisches Können und wissen vor allem durch die Gitarrenarbeit und den warmen, kräftigen Gesang zu gefallen – und vor allem „Recognition“ hat einen absolut treffsicheren Refrain.

Zwar plätschert der Song „Homecoming“ recht widerstandslos am Hörer vorbei und auch „Zaman´s Hill“ ist eher unspektakulär geworden (obwohl die Strophenführung ziemlich schmissig ist), aber mit „The Lamp“ haben TERRIBLE OLD MAN noch einen richtigen Hammer am Start. Alles in allem hätte die CD aber durchaus mehr Kanten vertragen, gerade in der zweiten Hälfte klingt „Fungi From Yuggoth“ häufig zu zahm. Trotzdem: Das Album macht Laune und man darf gespannt sein, welchen Werkausschnitt das dritte Album wohl behandeln wird.

Video-Premiere: „Dark Tragedy“ von Hellwerk

Die deutsche Industrial-/Hard-Rock-Band HELLWERK präsentiert heute ihr brandneues Video „Dark Tragedy“. HELLWERK stehen für einen harten, geraden Industrial-Hardrock/Metal-Sound mit druckvollen Bässen, eingängigen Melodien und einer facettenreichen Stimme an der Front.

Die Band beschreibt den neuen Song wie folgt: „’Dark Tragedy‘ beschreibt den Schmerz der Halbdämonin Anny und ihrem Gefolge, als sie von der Hölle auf die Erde verbannt werden. Gedreht wurde der Clip im Proberaumbunker – der Brutstätte der HELLWERK-Crew.“

Viel Spaß mit dem Video-Clip:

Neuer Song von Hardcore Superstar

Die schwedischen Hard-Rocker HARDCORE SUPERSTAR haben eine neue Single namens „Electric Rider“ via Gain Music Entertainment veröffentlicht. Diese entstammt dem neuen, 11. Studio-Album „You Can’t Kill my Rock’n’Roll“, welches noch dieses Jahr erscheinen wird.

 

Anvil w/ Trance

41 Jahre und kein bisschen leise. Nachdem das kanadische Metal-Urgestein ANVIL im Januar diesen Jahres mit „Pounding The Pavement“ ihr mittlerweile 17. Studioalbum veröffentlicht hat, befindet sich das Trio seit Februar auf Europa-Tournee. Unterstützt werden sie dabei von TRANCE, die ihre Karriere ebenfalls bis in die Anfangstage des Heavy Metals zurückverfolgen können. Der Abend verspricht also – trotz der arktischen Temperaturen, die an diesem Samstagabend in Münster herrschen – musikalische Unterhaltung vom Feinsten.

Verblüffend pünktlich betreten TRANCE die Bühne der um kurz nach 20 Uhr bereits gut gefüllten Sputnikhalle und sorgen, zumindest bei mir, kurzzeitig für Irritation. Denn auf der durch zwei Schlagzeuge doch arg beengten Bühne steht ein neuer Sänger – wie sich später herausstellen sollte, hat Joe Strubel (der das Reunionalbum eingesungen hat) aus nicht ganz geklärten Ursachen kurz vor Tourbeginn die Band verlassen. Statt seiner stand Nick Holleman (ex-Vicous Rumors; Powerized) auf der Bühne, der, wie er lachend erzählt, die Songs in drei Tagen einstudiert hat. Davon merkt man hingegen nichts; sowohl die Präsenz als auch das gesangliche Können des gerade einmal 26 Jahre alten Sängers sind umwerfend und es gelingt ihm in kürzester Zeit das Publikum in seinen Bann zu schlagen. TRANCE spielen an diesem Abend hauptsächlich Songs aus früheren Tagen, wobei vor allem das längere „Loser“ im instrumentalen Mittelteil live eine besondere Atmosphäre zu erzeugen vermag. Die Band ist bestens aufeinander eingespielt und darf mit einem zunehmend klareren Sound  ihren geradlinigen, melodischen Heavy Metal auf die Zuhörer loslassen. Neben der witzigen und charismatischen Art von Sänger Holleman, der auch schon einmal längere Spaziergänge durch die Reihen der Zuschauer unternimmt, fällt vor allem das agile Bühnenverhalten von Gitarrist Eddi St. James auf, der sich und seine schwarze Gitarre gekonnt in Szene zu setzen weiß. Leider fallen die Lichtverhältnisse eher bescheiden aus (etwas weißes Licht, etwas rotes, fertig) und vor allem Gitarrist und Kopf der Band, Markus Berger, verschwindet immer wieder im Dunkel des Bühnenrandes. An der Präzision und Treffsicherheit seiner Soli geht dies allerdings spurlos vorbei. Nach zehn Songs beschließt die Band mit „Loud & Heavy“, leider dem einzigen Stück vom aktuellen Output „The Loser Strikes Back“, ihren in jederlei hinsicht gelungenen Auftritt. Und ganz ehrlich: Man hätte den fünf Herren durchaus noch ein paar Minuten Spielzeit gönnen können. Sie wären es wert gewesen.

Setlist TRANCE

  1. Intro
  2. Heavy Metal Queen
  3. Sensation
  4. We Are The Revolution
  5. Break Out
  6. Confession
  7. Burn The Ice
  8. Break The Chains
  9. Loser
  10. Shock Power
  11. Victory
  12. Loud & Heavy


Nach einer kurzen Umbaupause betreten sodann ANVIL die mittlerweile weitaus geräumigere Bühne und starten ihr Set mit dem obligatorischen „March Of The Crabs“, das von Lips inmitten der ihn umstehenden Fans gespielt wird. Überhaupt hat der ganze Abend einen geradezu intimen Charakter, Berührungsängste gibt es keine. ANVIL haben das Publikum von Anfang an auf ihrer Seite und zeigen, obwohl sie bereits seit Anfang Februar unterwegs sind, keinerlei Ermüdungserscheinungen. Lediglich Lips Stimme wirkt ab und an angeschlagen – und das in puncto Gesang Abstriche gegenüber der Vorband gemacht werden müssen, war von vornherein klar. Der Vergleich mit dem stimmgewaltigen Holleman mag unangebracht sein, aber er verweist zumindest auf eine sprechende Tatsache: der junge Holleman ist 26, Lips seit Anfang März 62. Mittlerweile hat sich das Alter auch tiefer in sein Gesicht gegraben, was dem Lausbubencharme des Kanadiers keinen Abbruch tut. Lips grinst und lacht wie eh und je und schüttelt ein Solo nach dem anderen aus dem Ärmel, ohne allzu viele Blicke auf das Griffbrett zu richten. Flankiert wird das Dauergrinsen an der Gitarre von Bassist Chris Robertson, der in Sachen Gesichtsgymnastik ähnlich versiert agiert und vor allem technisch begeistert – selten klangen ANVIL so tight. Dass es nach 41 Jahren Bandgeschichte einiges zu erzählen gibt, versteht sich von selbst und so plaudert Lips (der extrovertierte Gegenpart zum eher schwiegsamen, aber unfassbar präzisen Schlagzeuger Robb Reiner) zwischen den Songs ausgiebig  aus dem Nähkästchen. Egal ob er von ausschweifenden Partys mit dem verstorbenen Lemmy Kilmister berichtet, von den eigenen persönlichen Verlusten spricht oder die Hintergründe zu einzelnen Songs erläutert („Bitch In A Box“ vom aktuellen Album handelt von frustrierenden Erfahrungen mit Navis), das Publikum hängt an Lips‘, nun ja, Lippen.

Die Setlist bietet neben Klassikern eine Vielzahl von Songs neueren Datums, darunter zwei Songs vom Hit-Album „Juggernaut Of Justice“, zudem das grandiose „This Is Thirteen“ und eine Handvoll Stücke vom neuem Album „Pounding The Pavement“. Natürlich gibt es wieder ein langes Schlagzeug-Solo und natürlich packt Lips wieder den Vibrator aus, um damit seine Gitarre zu malträtieren; man kennt das bereits alles, aber es kommt so frisch, unverbraucht und grundehrlich rüber, dass man einfach Spaß haben muss. Zudem spielen ANVIL ihre Songs absolut treffsicher runter und bieten eine schweißtreibende und zutiefst ironische Show. Nach gut 90 Minuten verabschieden sich die Kanadier mit einer Cover-Version von „Born To Be Wild“ – besser konnten sie den Abend nicht beschließen.

Setlist ANVIL

  1. March Of the Crabs
  2. 666
  3. Oh Baby
  4. Badass Rock ´n´ Roll
  5. Doing What I Want
  6. Winged Assassin
  7. Free As The Wind
  8. On Fire
  9. This Is Thirteen
  10. Mothra
  11. Bitch In The Box
  12. Daggers And Rum
  13. Swing Machine (inkl. Drum Solo)
  14. Ego
  15. Die For A Lie
  16. Metal On Metal
  17. ---
  18. Running
  19. Born To Be Wild


Kurz und gut: Wer an diesem Abend traditionellen Metal gesucht hat, hat ihn in höchster Qualität serviert bekommen. Sowohl ANVIL als auch TRANCE sprühten vor Spielfreude und die sympathische Atmosphäre in der Sputnikhalle sowie die sehr moderaten Bierpreise trugen ihr Übriges zu dem gelungenen Konzert bei. Wer es noch nicht wusste, der hatte an diesem Abend Gelegenheit zu erfahren, warum der Heavy Metal eben doch die schönste Musik der Welt ist.

Whitesnake – The Purple Tour

Anno 1973 waren Deep Purple in den USA gerade dabei Led Zeppelin in puncto Popularität zu überflügeln – doch dann verließen mit Sänger Ian Gillan und Bassist Roger Clover zwei integrale Bestandteile die Band. Verantwortlich dafür waren vermutlich Differenzen mit Gitarrist und Bandleader Richie Blackmore. Während man für den Bass mit Glenn Hughes einen durchaus versierten Ersatz gewinnen konnte, scheiterte die Verpflichtung von Bad-Company-Sänger Paul Rodgers.
Dieser Posten fiel an einen jungen Mann aus dem englischen Sultburn-On-Sea, der bis dahin maximal lokale Berühmtheit hatte erlangen können und nun für die vielleicht größte Rockband der Welt singen sollte. Mit gerade einmal 21 Jahren wurde David Coverdale im September 1973 Frontman von Deep Purple. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollte er mit der Band drei Alben veröffentlichen und unzählige Konzerte spielen, ehe sich Deep Purple auflösen und David Coverdale 1978 WHITESNAKE gründen sollte.

2015 erschien das zwölfte Album von WHITESNAKE, welches den Titel „The Purple Album“ trug und sich jener Zeit in den 70er widmete, als Coverdale Deep Purple frontete. Das Album enthielt zeitgemäße und moderne Interpretationen verschiedener Songs der Deep-Puple-Alben „Burn“ (1973), „Stormbringer“ (1974) und „Come Taste The Band“ (1975), die auf der folgenden „The Purple Tour“ auch live den Kern der WHITESNAKE-Shows bildeten. Nun erscheint eine Livecompilation dieser Tour unter dem Titel „The Purple Tour“, die diese WHITESNAKE-Auftritte ins heimische Wohnzimmer transportiert.

Dabei bietet die Setlist erwartungsgemäß jede Menge Deep-Purple-Klassiker aus der Zeit des Mark-III-Line-Ups wie „The Gypsy“ oder „Soldier Of Fortune“ und natürlich „Burn“ und „You Fool No One“. Festgehalten wurde das Ganze in einem 5.1-Sound, der mit unglaublicher Wucht aus den Boxen drückt. Dieses moderne Soundgewand verleiht den Songs ein spannendes neues Flair, welches sich durchaus von der lockeren Rockproduktion der 70er unterscheidet. Zudem vermitteln die Livemitschnitte die unheimliche Freude, die das spielen dieser Songs der Band ganz offensichtlich bereitet.
Natürlich dürfen in der Setlist auch einige Klassiker von WHITESNAKE nicht fehlen, sodass der geneigte Hörer auch Tracks wie „Bad Boys“ und „Love Ain’t No Stranger“ und natürlich „Still Of The Night“ und den Überhit „Here I Go Again“.

„The Purple Tour“ ist sicher keine Veröffentlichung, ohne die eine Plattensammlung armselig aussieht. Aber dennoch bereitet diese CD/DVD-Kombination jedem Fan klassischen Rocks eine Menge Freude, da hier großartige Tracks von hochmotivierten und fraglos sehr guten Musikern super dargeboten werden. Allerdings darf man das Ganze natürlich nur mit Vorsicht als WHITESNAKE-Veröffentlichung betrachten, denn im Vordergrund stehen ganz klar Deep Purple – aber da gibt es wirklich schlimmeres.