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Neues Video von Black Country Communion

Die Supergroup BLACK COUNTRY COMMUNION hat ein neues Video zum Song „The Cove“ veröffentlicht. Die Nummer stammt von ihrem aktuellen Album „BCCIV“, welches letzten September erschienen ist. „The Cove“ behandelt das Thema Delfinschlachtung im japanischen Dorf Taiji. Sänger Glenn Hughes kommentiert das Stück so:

„Jedes Jahr zwischen Februar und März ziehen ca. 50 Delfinjäger aus Taiji los, fangen Delfine und bringen diese in die Bucht des Dorfes. Dort werden die Tiere dann für ihr Fleisch und zur Belustigung brutal geschlachtet. Jetzt wo ich Veganer bin, möchte ich Menschen die Augen öffnen, und es ist einfach nur traurig zu sehen, wie diese wunderschönen Geschöpfe getötet werden. Ich will der Menschheit einen Dienst erweisen und den Leuten zeigen, dass so etwas einfach nur falsch ist.“

Black Stone Cherry: Neues Album und neuer Song

BLACK STONE CHERRY werden am 20.04.2018 ihr neues Werk „Family Tree“ veröffentlichen. Das Album wurde in Kentucky von David Barrick produziert und erscheint über Mascot Records. Drummer John Fred Young sagt über „Family Tree“:

„“Family Tree“ präsentiert alle unsere gesammelten musikalischen Einflüsse und zeigt auf, wie wir diese genutzt haben, um etwas im einzigartigen südamerikanischen Rock ’n‘ Roll-Gewand zu erschaffen.“

Zur ersten Single „Burnin'“ gibt es auch bereits ein Lyricvideo:

The Dead Daisies World Tour 2018

 

THE DEAD DAISIES sind bereit, 2018 zu ihrem Jahr zu machen. Am 6. April 2018 veröffentlicht die US-Allstar Rockband ihr neues Werk „Burn It Down“ via Spitfire Music / SPV und geht im Anschluss auf große Welttournee. Die Burn It Down World Tour 2018 bringt die Rock N‘ Roll Show im Frühjahr auch für sechs Termine nach Deutschland.

18. April 2018 in Hamburg in der Markthalle
25. April 2018 in Osnabrück im Rosenhof
26. April 2018 in München im Backstage
03. Mai 2018 in Berlin im Kesselhaus
04. Mai 2018 in Wiesbaden im Schlachthof
05. Mai 2018 in Köln in der Live Music Hall

Tickets für die Deutschland-Konzerte sind ab sofort unter www.myticket.de sowie telefonisch unter 01806 – 777 111 (20 Ct./Anruf – Mobilfunkpreise max. 60 Ct./Anruf) und bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

KB36 – Fake

Der Siegeszug des Wortes „Fake“ ist rapide und umfassend vor sich gegangen: Alles und jeder kann ein „Fake“ sein und seit den intellektuellen Kapriolen eines gewissen amerikanischen Präsidenten sind auch frühere Gewissheiten unter das Verdikt möglicher „Fake“-heit geraten. Die Russen von KB36 haben sich also ein durchaus populäres Wort für die Betitelung ihres mittlerweile zweiten Albums gewählt – und dass das Cover von einer roboterhaften Marienikone geziert wird, die sozusagen ihr eigenes „Fake“-Zertifikat in den Händen hält, darf wohl auch als Aussage darüber aufgefasst werden, wo mögliche Authentizitätsdefizite auszumachen wären …

Auch wenn sich mir der Bandname nicht ganz erschließt, die Musik des russischen Quintetts tut es sofort. Geboten wird enorm gefälliger Hard Rock mit teils grandiosen Melodiebögen und einem absolut passenden, erdigen Sound. KB36 zeigen bereits im Opener eine durchaus eigene Handschrift, die gleichzeitig ihre historischen Wurzeln nicht zu leugnen braucht. Besonders gelungen ist die Kombination von verzerrten Rock-Riffs klassischer Signatur und cleanen Gitarrenspuren, die sich auch im folgenden „Who Cares“ findet. Beide Songs sind zudem spannungsreich komponiert und besitzen sehr eingängige Refrains – was will man mehr?

KB36 verstehen es, traditionelle und moderne Elemente zu verbinden, was vor allem dann besonders gut gelingt, wenn die Band etwas härter zugange ist und ihrem Sound eine deutliche Heavy-Note hinzufügt. So knallt „Slow Motion“ – entgegen den Konnotationen, die der Titel mit sich führt – richtig gut und auch „Seven Rules“ ist eine ziemliche Riff-Wand geworden. Zudem zeigt letzteres Stück eine der wirklich großen Qualitäten der Band: die Gitarren-Soli. Selbst eher durchschnittliche Songs wie das etwas ziellose „Rock The Boat“ verfügen über ein erstklassiges Gitarren-Solo. Zwar gibt es mit „Give Me More“ sowie dem Rausschmeißer „Get Out Of Here“ zwei weitere, eher schwächere Nummern, neben denen das leicht ulkige „Mushroom“ noch richtig Potential besitzt, unterm Strich haben KB36 aber eine grundehrliche und sehr sympathische Rock-Scheibe aufgenommen, die ein Reinhören absolut wert ist.

Voodoo Circle veröffentlichen neuen Song

Die Classic-Hardrocker VOODOO CIRCLE haben soeben eine neue Single namens „Higher Love“ veröffentlicht. Der Song stammt vom am 09. Februar erscheinenden Album „Raised On Rock“, das erste, in dem Herbie Langhans (Avantasia) am Mikro zum Zuge kommt.

 

Lynch Mob wieder einmal ohne Sänger

Wie aus einem Statement auf seiner Facebook-Seite hervorgeht, hat Sänger Oni Logan wieder einmal LYNCH MOB verlassen. Anscheinend möchte er sich in diesem Jahr anderen musikalischen Projekten widmen. Ein neues Album und eine Tour sind schon in Planung.

Das Statement des Sängers im Original-Wortlaut:

„A brother has left the building“

As a new year shines a light so do new beginnings..
Some that make the heart flutter and some that just have to happen.
I’ve been the original vocalist for Lynch Mob on and off for many years,
I’ve played a lot of great shows and traveled a lot of miles with this band,
I’m very proud to have been a part of the recordings and the brotherhood.
I’d like to say thanks to the fans who have continued to come to our shows over the years and for all your interest in what we had to say in our new recordings.

Very excited for 2018! I’ll be putting together a new recording and touring project.
Writing and recording has always been the most satisfying aspect in being a musician,
I’ll be looking forward to writing with other artist and bands,
2018 is wide open and I’m feeling a sense of new beginnings coming on…

Best to all in 2018
Oni

Kemwer – Kemwer

Mag München auch nicht per se als Subkultur-Hochburg durchgehen, kann man sich zumindest hinsichtlich Band-Nachwuchs im Metal-Sektor nicht beschweren: Immer wieder arbeiten sich neue Formationen aus dem Pfuhl des Underground ans Tageslicht. Bereits seit 2011 dabei, aber erst jetzt mit einem Studioalbum gewappnet sind KEMWER.

Dass die Band mit Herz und Seele bei der Sache ist, sieht man schon auf den ersten Blick: Das Cover aus der Feder von Sänger Sebastian Kristen, seines Zeichens hauptberuflich Tätowierer, erinnert (wie schon das Bandlogo) intuitiv an Kvelertak, braucht dabei aber qualitativ keinen Vergleich fürchten. Auch die Tatsache, dass KEMWER ihr Debüt gleich in dreierlei Ausführung (CD, Vinyl und Tape) veröffentlichen, zeugt von großem Idealismus.

Doch wie ist es nun um die Musik bestellt? Die Rahmenbedingungen jedenfalls passen: Im Großen und Ganzen sauber eingespielt, mit einem amtlichem Sound versehen und von niemand geringerem als Dan Swanö gemastert, ist „Kemwer“ schon in dieser Hinsicht hörenswerter als so manch anderes in Eigenregie veröffentlichtes Debüt-Album. Der Stil der Band ist jedoch etwas gewöhnungsbedürftig.

Was beim Opener „Blutverklebtes Federkleid“ zunächst knackig anfängt und sich durchaus auch in Richtung der Blackened-Hardcore-Punker Kvelertak hätte entwicklen können, geht im weiteren Verlauf des Songs (wie auch des restlichen Albums) musikalisch gesehen eher in Richtung Heavy Rock / Metal: Palm-Mute-Riffs, Artificial Harmonics und melodische Gitarrenläufe sorgen für ein rockiges Klangbild – mitunter nehmen KEMWER den Fuß dabei allerdings etwas zu weit vom Gas, so dass gerade die Gitarren stellenweise arg behäbig und etwas zu brav klingen.

Das wiederum kann man von Sebastian Kristens vergleichsweise extremem Gesang wirklich nicht behaupten: Absolut gekonnt, aber für die Musik im klassischen Sinne eigentlich schon fast zu hart, schreit dieser die etwas holprigen deutschsprachigen Texte über Eisfüchse und Tote in Haimäulern in einer Mischung aus Screams und Growls heraus. Dabei klingt er genau so energiegeladen und dynamisch, wie man es sich auch von den Gitarren gewünscht hätte. So jedoch entsteht bisweilen der Eindruck, Kristens allein habe mehr Energie als die restliche Band zusammengenommen.

Am Ende kann man KEMWER einen individuellen Stilmix attestieren, der die mit viel Hingabe umgesetzte Musik zumindest unverwechselbar macht. Ob KEMWER damit allerdings schon der große Wurf gelungen ist, ist fraglich – wem die Musik ins Ohr geht, der könnte sich am harten Gesang stören. Wer jedoch von diesem überzeugt wird, dürfte sich etwas mehr Feuer in der Gitarrenarbeit wünschen. Wenn KEMWER ihre Ausrichtung für das nächste Album in die eine oder andere Richtung etwas korrigieren, könnte sich die Band dennoch zumindest lokal etablieren.

Thunder – Christmas Day (Single)

2017 war ein sehr erfolgreiches Jahr für THUNDER: Das aktuelle Album „Rip It Up“ erreichte Spitzenpositionen in den Charts, die Arena-Tour führte sie durch ihr Heimatland Großbritannien und ausgewählte Locations im Rest der Welt. Jetzt lassen die Musiker das Jahr mit der Single „Christmas Day“ ausklingen, die neben dem Titelsong eine Neuaufnahme und zwei Akustik-Versionen bereits bekannter Titel enthält.

„Christmas Day“ ist eine schnörkellose Hard-Rock-Ballade, die mit bloßer Akustikgitarren-Begleitung auskommt. Natürlich hat man derlei Titel schon oft gehört, dennoch ist es ein netter Titel geworden, der wohl auch außerhalb der Weihnachtszeit funktionieren kann. Die Neuauflage der Power-Ballade „Love Walked In“, erstmals auf dem Album „Backstreet Symphony“ im Jahr 1990 erschienen, beginnt mit ruhigen Piano-Klängen, ehe Gitarre und auch Schlagzeug einsetzen. Die Haare von Frontmann Danny Bowes mögen vielleicht dünner geworden sein, stimmlich zeigt er sich allerdings in sehr guter Verfassung.

Die live eingespielten Akustik-Versionen bedienen sich noch einmal an der Karriere Band in den 90er-Jahren und einem aktuellen Titel. Entsprechend der Herangehensweise ist die Instrumentenauswahl stark zurückgefahren, der Gesang rückt dadurch deutlich in den Fokus. „Low Life In High Places“ ist vom Blues geprägt, während „Heartbreak Hurricane“ an Folk-Rock erinnert, wie ihn beispielsweise Eagles in den 70ern zelebrierten. Den Abschluss bildet die zweite Version des Titeltracks, diesmal live eingespielt in den Londoner RAK Studios.

Mit „Christmas Day“ haben THUNDER eine ingesamt ruhige und doch abwechslungsreiche Single eingespielt, deren Titel allesamt als Ballade einzuordnen sind. Für ein ereignisreiches Jahr ist das ein gelungener Ausklang, nicht nur aus Bandsicht, sondern auch persönlich für jeden Musikfan. Die Empfehlung ist klar: Lehnt euch zurück und genießt die letzten Tage des Jahres in einer möglichst entschleunigten Weise.