Archives

Satan veröffentlichen 7-Inch bei Metal Blade Records

Nachdem die englischen New-Wave-Of-British-Heavy-Metal-Veteranen SATAN vor Kurzem bei Metal Blade Records unterschrieben haben, gibt es jetzt Neuigkeiten zum ersten Release der Band.

Am 6. Juli wird Metal Blade die „The Doomsday Clock“-‚7‘-Single sowohl physisch als auch digital veröffentlichen. Die B-Seite enthält mit „Catacombs“ einen weiteren brandneuen Track, welcher exklusiv nur auf dieser 7″ zu finden sein wird. Anbei könnt ihr einen Teaser zur Scheibe sehen.

 

 

Visigoth erneut auf Europa-Tournee

Nach ihrer Headlinertour Anfang des Jahres kehren die amerikanischen Heavy Metaller von VISIGOTH im Juli für einige Shows nach Europa zurück. Dabei promoten sie nach wie vor ihr aktuelles Album „Conqueror’s Oath“.

Tourdaten:
06/07/18 UK – London – Boston Music Room
07/07/18 UK – Newcastle – Head Of Steam
08/07/18 NL – Asten – Jonosh
09/07/18 BE – Genk – Colosseum
10/07/18 DE – Hamburg – Bambi Galore
11/07/18 DE – Oldenburg – MTS LP Store
12/07/18 DE – Neukirchen – Dong Open Air
13/07/18 DE – Etzenrot – Soundcheck One
14/07/18 DE – Balingen – Bang Your Head Festival
15/07/18 NL – Tilburg – Little Devil

Axel Rudi Pell w/ Crystal Ball

Im nächsten Jahr, also 2019, feiert AXEL RUDI PELL sein 30-jähriges Bandjubiläum. Wir sprechen hier also von einem Urgestein der Metalszene, jemandem, der weiß, wie es geht. Vorher lässt er es sich allerdings nicht nehmen, eine ausgiebige Tour durchzuziehen, um sein nagelneues Album ,,Knights Call“ vorzustellen. Heute Abend wird in der großen Freiheit 36 in Hamburg gefeiert. Die Show eröffnen CRYSTAL BALL aus der Schweiz. Los geht´s!

Eine lange Schlange zeigt den Weg zur großen Freiheit 36, einem bekannten Club in einer Seitenstraße der Reeperbahn. Eine Außentemperatur von über 25°C lässt erahnen, wie warm es später im Club sein wird. CRYSTAL BALL, die sympathischen Schweizer,  eröffnen pünktlich um 20:00 Uhr den Abend und zeigen unmissverständlich, dass sie richtig viel Bock auf eine heiße Party haben.

Ihre Spiellaune und Präsenz auf der Bühne wird leider durch wirklich dürftiges Licht und mittelmäßigen Sound verhagelt. Schade, denn diese Band ist wirklich sehens- und hörenswert. Herausragend die auf den Punkt gespielten zweistimmigen Gitarrenparts. Sänger Steven Mageney ist der Magnet auf der Bühne und versteht es sehr gut, das Publikum in Fahrt zu bringen. Auch CRYSTAL BALL präsentiert hier ihr neues Album ,,Crystallizer“, und spielt natürlich auch Stücke daraus. Grandios ist der Part, als mitten im Set die gesamte Roadcrew auf die Bühne kommt und sich bei der Band für eine grandiose Tour bedankt. Was für eine Feier!

Nach rund 45 Minuten verabschieden sich die Schweizer von einem sehr begeisterten Publikum. Der Saal hat gefühlte 40°C und wir freuen uns nun auf einen gut aufgelegten Headliner.

AXEL RUDI PELL steht samt Band um 21:15 Uhr auf der Bühne und wird allen Anwesenden eindrucksvoll zeigen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Licht und Sound passen nun. Warum nur gönnt man einem hervorragenden Support nicht auch etwas mehr Sound und Licht? Der Abend hätte es verdient. Ein völlig verrückt erscheinender Johnny Gioelli fegt wie ein Wirbelwind über die Bühne und ist kaum mit der Kamera einzufangen.

Axel Rudi Pell selbst steht, wie man es kennt, auf seiner Seite vor der Boxenwand und malträtiert seine Stratocaster nach Belieben. Es werden sowohl alte als auch neue Songs gespielt und die Meute feiert jeden davon gebührend ab. Mit großer Spielfreude zieht die Band jeden einzelnen Besucher in ihren Bann, hier muss allerdings wiederum der Sänger Johnny genannt werden, der ein unfassbares Pensum auf der Bühne abliefert. Wirklich sehenswert! Alle anderen Bandmitglieder halten sich dezent im Hintergrund und spielen solide ihre Parts.

Erwähnenswert ist natürlich der legendäre Bobby Rondinelli an den Drums. Sagenhaft seine Arbeit am Schlagzeug, die den wirklich guten Gesamtsound der Band hervorragend ergänzt. Hier sind tolle, sehr erfahrene Musiker am Werk und das überträgt sich auch auf das Publikum. AXEL RUDI PELL ist sich immer treu geblieben und hat wenig Experimente in seiner Stilistik gemacht. Den einen oder anderen stört das, weil sich viele Songs in ihrer Machart ähneln aber die große Mehrheit liebt ihn dafür, dass er mit jedem Album ein verlässliches Stück Metal abliefert. Es sind nun gefühlte 50°C und die Band gibt wirklich alles auf der Bühne.

Die Fans baden in ihrem Schweiß und genießen einen tollen Abend mit hervorragenden Bands.

Er kann es einfach! Wer 30 Jahre im Rockbusiness erfolgreich ist, muss es können. In Hamburg zeigt er es jedenfalls eindrucksvoll, natürlich getragen von einer Band mit herausragenden Musikern. Ausnahmesänger Johnny ist stimmlich, aber auch in seiner gesamten Bühnenpräsenz ein Highlight des Abends. Axel selbst liefert eine erwartungsgemäß solide Show. Wir freuen uns auf das kommende Jubiläum, Axel! 

Minotaurus w/ Hammer King

Wer Konzerte auf eigene Faust organisiert, dem bleibt immer ein gewisses Restrisiko, gerade wenn der eigene Bekanntheitsgrad regional stark schwankt. Man darf den beiden süddeutschen Bands MINOTAURUS und HAMMER KING also durchaus Mut zum Risiko bescheinigen, auf eigene Faust ein Konzert in Oberhausen, der „Wiege der Ruhrindustrie“, zu organisieren. Und der Wagemut der Süddeutschen sollte auch nur teilweise belohnt werden.

Kurz vor 20 Uhr, dem eigentlichen Beginn des Konzerts, ist das Oberhausener Helvete nahezu leer. Die wenigen Besucher und Besucherinnen verlieren sich in den weiten Räumen des Metal-Clubs und es ist nicht abzusehen, dass sich das noch ändern wird. Als HAMMER KING dann mit einer strategischen Verspätung von 15 Minuten auf die Bühne gehen – stilecht mit vorausgetragenenem Hammer -, haben sich aber dann doch gut 35 Leute eingefunden, denen man ansieht, dass sie extra für die nach eigenen Aussagen aus Saint-Tropez stammende Heavy-Metal-Truppe angereist sind. Die Band steigt mit dem Titelsong ihres Debüts „Kingdom Of The Hammer King“ in ihr Set ein und tatsächlich singt jeder und jede im Publikum die – zugegebenermaßen simplen – Texte mit. HAMMER KING haben einen druckvollen und ausdifferenzierten Sound erwischt, der zwar hier und da die Lead-Gitarren nicht genug akzentuiert, unterm Strich aber den melodischen Heavy Metal der Truppe gut in Szene setzt. Apropos Szene: Das Quintett präsentiert seine Songs nicht nur perfekt gespielt, sondern kleidet die Show in eine minutiös aufgebaute und mit viel Nebel ergänzte Choreographie. Das macht optisch ordentlich was her und trägt mit den kalauernden Ansagen von Patrick Fuchs – pardon, Titan Fox V – zum Unterhaltungswert des Auftritts bei. Die Songauswahl legt einen dezenten Schwerpunkt auf die erste Veröffentlichung und berücksichtigt unter anderem das geniale „We Are The Hammer“, aber auch die aktuelle Veröffentlichung „King Is Rising“ ist mit 4 Songs vertreten. Nach gut 50 Minuten und einem blitzsauber gespieltem Set verlässt die Band unter anhaltendem Beifall schließlich die Bühne.

Setlist Hammer King

  1. Kingdom Of The Hammer King
  2. Last Hellriders
  3. For God And The King
  4. Chancellor Of Glory
  5. Aderlass; The Blood Of Sacrifice
  6. King Is Rising
  7. Battle Gorse
  8. We Are The Hammer
  9. I Am The King
  10. I am The Hammer King


Was dann passiert, kann nur als bitter bezeichnet werden; denn mit Hammer King verlässt auch die Mehrzahl der Besucher den Bühnenbereich, sodass MINOTAURUS ihren Auftritt vor fast leerer Halle beginnen müsssen – und leider wird sich der Raum vor der Bühne auch die ganze Spielzeit über nicht wieder füllen. Die aus Aschaffenburg angereiste Truppe, die sich bereits seit 24 Jahren dem Folk-Metal im weitesten Sinne verschrieben hat, lässt sich aber nichts anmerken und steigt wie bereits die Vorgänger von Hammer King mit einem druckvollen und sauber abgemischten Sound in ihr Set ein. Der Fokus der Gruppe liegt vor allem auf zwei Alben, namentlich „The Lonely Dwarf“ von 2009, von dem insgesamt 6 Stücke gespielt (darunter das äußerst eingängige Titelstück) sowie dem aktuellen, vor zwei Jahren erschienen Album „Insolubilis“. Dabei sind MINOTAURUS immer dann am besten, wenn sie geradliniger vorgehen und ihrem Sound eine deutlichere Heavy-Note geben. Besonders gelungen sind die Duette zwischen Sänger Oliver Klump und Clarissa Hobeck, deren grundverschiedene Klangfarben einen spannenden Kontrasteffekt ergeben. Da die Band insgesamt 7 Mitglieder umfasst, ist es auf der Bühne bedeutend enger geworden, was nicht nur dazu führt, dass die Flötistin im Dunkel des Hintergrundes verschwindet, sondern auch, dass die Bewegungsintensität von MINOTAURUS gegenüber der Vorband deutlich abfällt und die gesamte Show ergo weniger energiegalden wirkt. Allerdings muss man sich dabei schon vor Augen halten, dass die Band vor lediglich einer Handvoll Zuschauern spielt und bis zum Schluss darum bemüht ist, die wenigen Anwesenden zu animieren und ihnen den Band-eigenen Schlachtruf („Holla die Waldfree“!) zu entlocken. Mehr als Höflichkeitsapplaus ist an diesem Tag für die Süddeutschen aber leider nicht drin.

Setlist Minotaurus

  1. No Return
  2. Feel like comming Home
  3. Dark Rulers
  4. Legend
  5. Only a Dream
  6. The lonely Dwarf
  7. Father and Son
  8. Illusion
  9. Hinterhalt
  10. Hymn for the Nation
  11. Davy Jones Locker
  12. Warriorhearts
  13. Insolubilis
  14. Holla die Waldfee
  15. Tears of a Hero
  16. Der Fischer
  17. Crown of the King
  18. Poison Rose
  19. Barkers Revenge
  20. Cemetery
  21. Preacher show me the way
  22. Chains of Captivity


Mit insgesamt 3 Stunden Live-Musik und einer sehr sympathischen Lokation hatte der als „A Night With Sword And Hammer“ firmierende Abend einiges zu bieten – außer eben ausreichend zahlende Gäste. Das ist fraglos bedauerlich, oder, anders formuliert, sehr viele haben sehr vieles verpasst. Wer dagewesen ist, dürfte sich jedenfalls bestens amüsiert haben.

Kissin Dynamite unterschreiben bei Metalblade & kündigen Single an

Die Sleazer von KISSIN DYNAMITE haben bei Metalblade und Sony unterschrieben. Ein neues Album ist für den Sommer diesen Jahres angekündigt. Eine erste Single daraus hat die Band auch schon für heute Nachmittag um 15 Uhr angeteasert:

Morgen, Freitag, 04.05.2018 um 15 Uhr gibt es neue Musik samt Video von uns! Nicht verpassen m/#kissindynamite #sony #metalblade #newvideo #newsong #rock

Gepostet von Kissin' Dynamite am Donnerstag, 3. Mai 2018

Armored Saint kündigen „Symbol-Of-Salvation“-Shows für November an

Diesen November werden ARMORED SAINT nach Europa kommen , um ihr Album „Symbol Of Salvation“ während einiger Konzerte vollständig aufzuführen.

Frontmann John Bush erklärt: „Wir freuen uns darauf, im November nach Europa zurückzukehren, um die Metal Hammer Paradise Show zu spielen! Außerdem spielen wir in anderen Städten wie Mailand, Budapest oder Zagreb zum ersten mal überhaupt. Überall werden wir ‚Symbol of Salvation‘ in Gänze aufführen, das dürfte großartig werden! Kommt raus, Metalheads, Saint werden euch in diesen kalten Herbstnächten ordentlich einheizen!

02/11/18 NL – Enschede – Atak
03/11/18 DE – Weissenhäuser Strand – Metal Hammer Para
08/11/18 HU – Budapest – A38
10/11/18 HR – Zagreb – Mochvara Club
11/11/18 IT – Milan – Legend Club

Bereits im August werden ARMORED SAINT in Europa mit Act Of Defiance als Support einige Konzerte spielen.

ARMORED SAINT
+ Act Of Defiance
06/08/18 DE – Aschaffenburg – Colos-Saal
07/08/18 DE – München – Backstage Halle
08/08/17 CZ – Josefov – Brutal Assault Festival
10/08/18 NL – Eindhoven – Dynamo

Scars Of Armageddon – Dead End

Es steht zu vermuten, dass der Untergang der Welt etwas mehr hinterlässt, als nur ein paar Narben – SCARS OF ARMAGEDDON haben ergo einen etwas euphemistischen Namen gewählt, der allerdings prima zur Vanitas-Motivik des Covers ihres neuen Albums passt, das – nomen est omen – schlicht „Dead End“ heißt. Ganz im Gegensatz zu dieser eher sinisteren Aura spielen die vier Herren aus Chicago eher aufmunternden und launigen US-Metal auf sowohl kompositorisch sowie technisch bemerkenswertem Level. Dass „Dead End“ als Eigenproduktion erscheint, ist also nicht mit der Qualität des Albums selbst zu erklären; hier mögen andere Überlegungen im Spiel gewesen sein. Oder die schlicht zu große Konkurrenz.

Hat man erstmal das zwar nette, aber letztlich doch verzichtbare Intro (stilbewusst als „Prelude“ bezeichnet) hinter sich gebracht, beginnt das Album mit dem in allen Belangen gelungenen Opener und Titelstück. Pfeilschnell und in puncto Riffing geradezu filigran ballert sich das Quartett durch über fünf Minuten feinsten US-Metal, der seine musikalischen Konturen aus Anleihen bei Agent Steel, Chastain oder auch Savage Grace erhält. Auch das folgende „Lockdown“ mit seinem Old-School-Charme schlägt in diese Kerbe und besticht durch seinen eingängigen Refrain. Und auch in dem zwischen enorm groovigen und schnelleren Passagen beständig wechselnden „Elf Revolution“ demonstrieren SCARS OF ARMAGEDDON ihr Können, wobei vor allem die schnellen, technisch anspruchsvollen und in sich stimmigen Gitarrensoli auffallen.

Es ist bei der klassischen Signatur der zehn Songs auf „Dead End“, die ab und an auch in den Bereich des Heavy Metals à la früher Manowar spielen (woraus sich erklären mag, dass David Shankle einen Gastauftritt hat), nicht verwunderlich, dass sich auf Dauer gewisse Ermüdungserscheinungen einstellen. Das hängt aber vor allem auch damit zusammen, dass sich die Band dazu entschieden hat, viele ihrer Songs sehr lang zu machen – weit mehr als die Hälfte der Stücke ist sechs Minuten und länger und der Rausschmeißer „Fatal Impact“ kommt sogar auf knapp zehn Minuten. Um diese Spielzeiten interessant und spannungsreich zu gestalten, ziehen SCARS OF ARMAGEDDON zunehmend alle Register, integrieren lange Gitarrensoli („Endless Horizon“), Blastbeats und keifenden Gesang („What Lurks Beneath“) oder greifen auf ausladende Songaufbauten zurück („Fatal Impact“). Alles in allem gelingt dies, auch deswegen, weil die Band packende Melodien und kräftiges Riffing auffährt. Für zehn Songs sind 70 Minuten Spielzeit aber trotzdem ein wenig zu viel; hier könnte durch kluges Gesundschrumpfen noch Potential gewonnen werden. Für Freunde des melodischen, rifforientierten US-Metals ist „Dead End“ aber so oder ein Reinhören wert!