Archives

Electric Wizard w/ Angel Witch


Seit gut 20 Jahren treiben ELECTRIC WIZARD ihr Unwesen im tiefsten Untergrund und konnten sich durch ihre Kompromisslosigkeit und Output höchster Qualität einen Kultstatus unter den Anhängern der Stoner- und Doom-Szene erspielen. Nun kommen die legendären Briten auf Tour, mit dabei die ebenfalls wohlbekannten ANGEL WITCH.

Bei denen ist von der Gründungsbeseztung zwar nur noch Sänger und Gitarrist Kevin Heybourne übriggeblieben, doch das stört die anwesenden Fans der Truppe offensichtlich wenig. Auch wenn das LKA heute abgehängt wurde und somit nur rund 2/3 seiner eigentlichen Kapazität zur Verfügung stehen, ballert der Sound, als ob die Bude rammelvoll wäre. So kommen die Riffs satt und klar aus den Boxewn und der Bass rumpelt herrlich.

Sicher, die Drums sind etwas schwachbrüstig, man könnte es aber auch als nicht überproduziert bezeichnen. ANGEL WITCH bieten ihren Hörern klassichen NWOBHM erster Stunde, ergo mit jeder Menge Speed und Melodien, gelegentlich ergänzt durch langsame, fast schon doomige Passagen. Das freut die in den ersten Reihen stehenden Fans der Band und auch wenn die Musik bisweilen nur begrenzt mitreißend ist, so hält es doch spätestens beim letzen Song „Angel Witch“ niemanden mehr, sodass fast alle Anwesenden lauthals den Refrain mitsingen. Unterm Strich ein solider Auftritt von gut 50 Minuten.

Das „solide“ für ELECTRIC WIZARD heut Abend das absolut falsche Adjektiv sein wird, wird ab dem erten Ton des Openers „Witchcult Today“ klar. Denn dieser donnert dermaßen ohrenbetäubend aus den Boxen, dass so mancher sich erschrocken umschaut. Denn was Liz Buckingham und Jus Osbourne ihren Gitarren entlocken, sind dermaßen brachiale Riffs, dass es – gerade in Verbindung mit der borderline gesundheitsgefärdenden Lautstärke – eine wahre Freude ist. Unterstützt wird der Kern der Band durch Bassist Clayton Burgess und Simon Poole am Schlagzeug, die den Riffs ein perfektes Rhythmusfundament zur Seite stellen. Parallel dazu laufen auf dem großen Screen hinter der Bühne Filmszenen, die satanische Rituale abbilden oder auch mal nur psychedelische Farb- und Formenspiele, wobei entblößte weibliche Brüste definitiv das Hauptmotiv der Videoinstallationen sind. So werden die Anwesenden in iher Aufmerksamkeit zwischen den Bildern und der Musik förmlich zerrieben, da ELECTRIC WIZARD ihre Fans schier mit tonnenschweren Riffs bombardieren, während die Rhythmusfraktion unablässig groovt. Das Publikum feiert den psychedleisch-satanischen Stoner Doom der Engländer mit sattem Applaus und fliegenden Haaren und nach rund 75 Minuten ist auch dem letzten klar, dass es zwar viele Doom-Bands gibt, ELECTRIC WIZARD aber etwas absolut singuläres sind.

Setlist ELECTRIC WIZARD

  1. Witchcult Today
  2. Black Mass
  3. Satanic Rites Of Drugula
  4. Incense For The Damned
  5. Dopethrone
  6. Return Trip
  7. The Chosen Few
  8. Funeralopolis


Zwei gestandene britische Bands, die sich gemeinsam die Ehre geben und den rund 350 – 400 Anwesenden einen großartigen Abend bescheren. Während ANGEL WITCH eine gute Show spielen, ohne mitzureißen, tun ELECTRO WIZARD genau das, bevor sie die Zuschauer mit der schieren Wucht ihrer Riffs plattwalzen. Großartig und einzigartig – longe live the wizard!

Thebuckle mit neuem Video

Die Stoner Rocker von THEBUCKLE haben ein Video zum Song „Hey You“ veröffentlicht. Der Song stammt vom aktuellen Album „Labbrador“.

Kal-El zeigen Artwork und Tracklist

Die norwegischen Stoner Rocker von KAL-EL haben das Artwork zum kommenden Album „Astrodoomeda“ enthüllt und gaben gleichzeitig auch die Tracklist bekannt.Das Album wird am 25.08.2017 via Argonauta Records erscheinen.

Tracklist „Astrodoomeda“:
1. Astrodoomeda
2. Atmosphere
3. Mothership
4. Code of the Ancient
5. Luna
6. Starlight shade
7. Spacecraft
8. Green Machine (Kyuss cover)

Alligator Rodeo – Alligator Rodeo

Wer schon mal einem Rodeo-Wettbewerb beigewohnt hat, weiß, dass der Sport alles andere als ungefährlich ist. Und das, obwohl in der Regel nur Pferde zugeritten und Kälber gefangen werden. Wie es bei einem „Alligator Rodeo“ zugehen mag, will man sich da gar nicht vorstellen. Den Sound dazu liefern jetzt jedenfalls die 2012 gegründeten ALLIGATOR RODEO aus Detmold mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum.

Auf dem Programm steht, wie der Name schon vermuten lässt, Stoner Metal in Reinstform: Griffige, volle Riffs, gemütliches Schlagzeug und eine rauchige Whiskey-Stimme fügen sich zu einem absolut stimmigen, jedoch ziemlich genre-konformen Mixtur: So werden hier nicht nur Erinnerungen an Bands wie Down und Konsorten wach – sondern an so ziemlich jede bislang gehörte Stoner-Metal-Band. Macht aber nichts: Durch eine dynamische Live-Produktion, fetten Sound und viel Charme in der Stimme wissen Songs wie das groovige „Heritage“ oder das flottere „Time“ dennoch durchaus zu gefallen.

Leider vertont das Album den Verlauf des Alligator-Rodeos scheinbar eher aus Sicht des müder werdenden Alligators denn aus der des adrenalin-gepushten Cowboys: Was zunächst noch wild und dynamisch beginnt, wird über die gebotenen 32 Minuten immer träger und schwerfälliger. Der Effekt der Live-Produktion kehrt sich hier fast ins Gegenteil: Während die Songs zunächst spritzig und lebendig klingen, verlieren sich ALLIGATOR RODEO im Verlauf von „Pitiful Men“ in einem nicht sonderlich packenden Jam. Mit den beiden behäbigen Nummern „Voodoo Lady“ und „Voodoo Doll“ kommt „Alligator Rodeo“ im Anschluss nicht mehr so recht in Fahrt: Der Alligator scheint hier schon längst erschöpft kapituliert zu haben. Und selbst der Cowboy scheint etwas die Lust an der Sache verloren zu haben.

ALLIGATOR RODEO reihen sich nahtlos ein in die Riege solider Newcomer-Bands im Stoner-Metal-Sektor, die allesamt ihre Hausaufgaben gemacht haben – sich jedoch musikalisch alle nicht viel geben. Alleinstellungsmerkmale sucht man bei ALLIGATOR RODEO deswegen leider ebenso vergeblich wie echte Argumente, die dafür sprechen, sich „Alligator Rodeo“ zuzulegen, so man schon die eine oder andere Stoner-Metal-Platte im Schrank hat. Vom coolen Bandnamen und dem durchweg gelungenen Artwork vielleicht einmal abgesehen.

 

Sahg – Memento Mori

Vor knapp drei Jahren begeisterte die norwegische Band SAHG mit ihrem wundervollen Album „Delusions Of Grandeur“ die Stoner-, Doom- und Psychedelic-Rock-Szene, indem sie den erdigen Sound des Genres mit breiten, sphärischen Klängen kombinierte und dadurch einen unverkennbaren eigenen Stil erschuf. Nun meldet sich die Truppe mit ihrem leider denkbar einfallslos betitelten Album „Memento Mori“ zurück – das gleich passend mit einem ebenso einfallslosen Cover daherkommt – und will es noch einmal wissen.

Im Grunde hat sich seit dem großartigen Vorgänger nicht viel verändert. Zwar fällt „Memento Mori“ im Klang weniger spacig und dafür etwas mystischer aus, doch im Kern bleibt die Musik der gleiche Doom-lastige, sphärische Stoner Rock, den die Band auch schon zuvor zelebrierte. SAHG wissen dabei genauestens über ihre Stärken Bescheid, wobei neben ihren gefälligen Riffs vor allem der Wiedererkennungswert der Stimme und der Melodien ihres Sängers Olav Iversen eine solche ist. Dessen an Ozzy Osbourne angelehnter Gesangsstil bildet zusammen mit den wahlweise klar konturierten oder harmonisch ausgebreiteten Gitarrenklängen die Basis ihres psychedelischen Rocksounds. Gerade in den Refrains zeigt sich das Gespür der Band für gefühlvolle Atmosphäre und Melodien. Dennoch erreicht die Truppe dieses Mal leider nicht ganz die Wucht, die ihr Vorgängeralbum noch zu erzeugen wusste. Die Songs sind allesamt grundsolide, wissen schnell zu gefallen und vermitteln sofort den Eindruck, dass SAHG keine Band ist, die ihren Sound erst noch finden muss. Doch genau da fehlt etwas zur wirklichen Exzellenz des Albums: „Delusions Of Grandeur“ wusste mit seinen Klangwänden und -welten nicht zuletzt durch die Bereitschaft, den üblichen Standardsound des Genres hinter sich zu lassen, noch über die Freude eines gelungenen Albums hinaus zu begeistern – treffenderweise demonstrierte der Song mit dem Namen „Slip Off The Edge Of The Universe“ dies am deutlichsten. Auf „Memento Mori“ trauen sich SAHG dafür insgesamt nicht oft genug aus ihrer Komfortzone. Stücke wie „Black Unicorn“, „Silence The Machines“, „Travellers Of Space And Light” oder „Blood Of Oceans“, welches vom Wardruna-Frontmann und ehemaligen SAHG-Schlagzeuger Einar Selvik mitkomponiert wurde, machen grundsätzlich viel richtig, doch sie vermitteln den Eindruck, dass die Band hier nicht gänzlich genug Risikobereitschaft zeigt, um die Entwicklung ihres Sounds voranzudrücken.
So verwundert es nicht, dass die beiden ungewöhnlichsten Songs der Platte zugleich auch die stärksten sind. Das groovige Rockmonster „Devilspeed“ kann durch seine treibende Kraft, ungewöhnlich rauen Gesang und einen mächtigen Chorus überzeugen. Komplettes Kontrastprogramm gibt es dagegen mit der wunderschönen, stimmungsvollen Clean-Gitarren-Ballade „(Praise The) Electric Sun“. Mit „Sanctimony“ gibt es dann leider doch ein etwas missglücktes Experiment. Das äußerst langsame, schleppende Doom-Stück zieht sich mit einem unspektakulären Hauptriff zäh wie Kaugummi durch viel zu lange acht Minuten und weiß der mäßig spannenden Grundidee lediglich einen netten Mittelteil hinzuzufügen.

Dennoch macht auch „Memento Mori“ bis auf diesen Ausrutscher wieder viel Spaß. Gerade durch die vielen sehr eingängigen Songideen, die erneut mit höchster Professionalität, perfektem Sound und ganz viel Spielgefühl vermittelt werden, empfiehlt sich die Platte erneut als Pflichtkauf für jeden Fan von Stoner, Doom und Psychedelic Metal. Wäre da nicht das Wissen, dass SAHG das noch etwas besser könnten, wäre die Begeisterung vielleicht auch größer. So bleibt die Freude über ein starkes Album und die ganz leise, aber fiese und unnachgiebige Stimme der leichten Enttäuschung im Hinterkopf.

Samavayo – Dakota

Obwohl die Band SAMAVAYO seit über fünfzehn Jahren existiert, gibt es die Stoner-Rock-Formation in ihrer heutigen Form erst drei Jahre – so lange nämlich ist die Truppe nun als Trio um die beiden Brüder Andreas und Stephan Voland unterwegs. Mit „Dakota“ – benannt nach dem gleichnamigen Ureinwohner-Stamm Nordamerikas, in deren Sprache das Wort in etwa Freund oder Verbündeter bedeutet – veröffentlicht die Band nun ihr erstes Album seit dieser „Wiedergeburt“ – doch das ist nicht die einzige Besonderheit an dem Werk der Truppe, deren Bandname auf Sanskrit (Altindisch) „Einheit“ bedeutet.

So wurde das Album, das neben klassischen Stoner-Rock-Einflüssen auch orientalische Inspirationen aufweist, ganz, wie es sich für eine Einheit gehört, auch als Einheit eingespielt: Schlagzeug, Gitarre und Bass wurden, im Stil der 70er ohne Metronom oder digitale Korrekturen, im Studio live eingespielt. Die Dynamik, die das dem Album verleiht, ist spürbar – im bisweilen etwas undifferenzierten Sound lassen sich jedoch auch schnell die Grenzen und Nachteile dieser Aufnahmemethode ausmachen. Gerade das Schlagzeug – mit seinen groovenden Patterns live der zentrale Baustein in der Musik von SAMAVAYO – geht im weichen Retro-Mix der Studioversionen bisweilen etwas unter.

Obwohl nicht zuletzt der hohe Gesang eher in Richtung Retro- denn Stoner-Rock geht, wird man den drei Berlinern mit keiner der beiden Bezeichnungen gerecht – allenfalls mit einer Kombination aus beiden. Und selbst den so instruierten Hörer dürften SAMAVAYO noch überraschen: So haben die Songs zum einen mehr Groove und deutlich härtere Gitarren-Riffs zu bieten als typische Retro-Rock- oder auch Stoner-Bands, zum anderen bisweilen gar noch eine orientalische Note („Intergalactic Hunt“). Diese dürfte nicht zuletzt auf Fronter und Gitarrist Behrang Alavi zurückgehen, der als politischer Flüchtling und Exil-Iraner seit seinem zehnten Lebensjahr in Berlin lebt. Nicht nur musikalisch, auch textlich bekommt man Exotisches zu Gehör: Gleich im Opener „Arezooye Bahar“ besingt Alavi die Freiheit – auf persisch.

SAMAVAYO legen mit „Dakota“ ein vielseitiges Album vor, auf dem sie stilistisch und in Sachen Sound eigene Wege gehen. Zumindest der Sound jedoch ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Zwar verleiht die Live-Aufnahme dem Material viel Dynamik – ob dem Material mit dem verwaschenen, bisweilen auch etwas holprigen Retro-Sound wirklich immer gedient ist, ist zumindest streitbar: Zumindest das Schlagzeug hätte hinsichtlich des Sounds von einer etwas differenzierteren Abmischung definitiv profitiert. Davon abgesehen jedoch ist „Dakota“ ein Album, das sowohl Stoner- als auch Retro-Rock-Hören nahegelegt werden kann.

Karma To Burn – Mountain Czar (EP)

KARMA TO BURN, dieses männliche Dreiergespann aus West Virginia, glänzt durch eine hohe Output-Rate. Bereits vor 22 Jahren gegründet, legten die Stoner Rocker zwischen 2002 und 2009 eine Pause ein, die sie 2010 mit „Appalachian Incantation“ entgültig beendeten und zudem noch, als hätte sich ihre Spielwut in der siebenjährigen Ruhephase ins Unermessliche gesteigert, sowohl 2011, 2012 als auch 2014 neue Alben nachlegten. Mit „Mountain Czar“ folgt nun mal wieder eine EP (mittlerweile die sechste), die – man höre und staune – mit italienischem Frauengesang aufwartet.

Raus mit der CD aus der Hülle und rein in die Anlage, dazu ein favorisiertes Kaltgetränk und ab in den bequemsten Sessel, die folgenden 24 Minuten verdeutlichen nämlich einmal mehr, dass KARMA TO BURN ein verlässlicher Produzent guten Stoner Metals sind. Tiefe, scheppernde und schleppende Riffs werden getragen von der altbewährten Snare-, Hi-Hat- und Tom-Tom-Kombination ohne verschnörkelten Firlefanz; KARMA TO BURN machen das, was sie seit 1994 machen, noch immer und zwar ohne das Bestreben, irgendwas ihrem instrumentalen Klangbild hinzuzufügen zu wollen. Gemessen an der Qualität ihrer Outputs müssen das die Amerikaner auch nicht, denn „Mountain Czar“ begeistert noch immer so wie ein „Wild Wonderful Purgatory“ (1999), „Almost Heathen“ (2002) oder „V“ (2011).

Die Idee zu covern ist nicht neu, denn KARMA TO BURN taten dies bereits mit Joy Division und Black Sabbath. Auf „Mountain Czar“ nahmen sie sich nun den Tom Petty & The Heartbreakers-Song „Running Down A Dream“ vor, allerdings auf Italienisch und gesungen von Stefanie Savy. Dieser Einschub lässt nicht nur vermuten, dass KARMA TO BURN Gefallen am Covern finden, sondern er gesellt sich auch formidabel ins Klangbild dieser EP. Eingefleischten Hörern muss ich den Kauf dieser Platte nicht ans Herz legen, da sie wissen, dass sie von ihr nicht enttäuscht werden. Zaghafteren Käufern sei sie mit der deutlichen Betonung darauf empfohlen, dass KARMA TO BURN schlichtweg der Inbegriff von Stoner Metal sind – also zuschlagen!

Valley Of The Sun – Volume Rock

Wenn eine Band sich den Namen VALLEY OF THE SUN gibt, ihr Album bei Fuzzorama veröffentlicht, diesem den Titel „Volume Rock“ verpasst und auch schon den Toursupport für die Truckfighters gegeben hat, dann weiß man als Hörer schon vor den ersten Tönen, was einen erwartet – fetter, treibender Stoner Rock.

Und doch gelingt es VALLEY OF THE SUN, den Hörer bereits mit dem Opener „Eternal Forever“ zu überraschen. Denn auch wenn der Sound wie erwartet aus den Boxen kommt, packt die Wucht und Vehemenz, mit der die Herren zu Werke gehen, einen doch unerwartet heftig. Schließlich wohnt dem Track neben all der gebotenen Stoner-Rock-Lässigkeit auch eine ordentliche Prise Grunge im Stile von Soundgarden oder Alice In Chains inne. Diese in Verbindung mit ein wenig Bombast, starkem Gesang und einer enormen Grundlautstärke sorgen dafür, dass der Song dem Hörer bereits nach dem ersten Durchgang im Ohr bleibt – beeindruckend.
Das gilt auch für „Beneath The Veil“, bei dem VALLEY OF THE SUN den Kyuss/Queens-Of-The-Stone-Age-Faktor in der Gitarrenarbeit stärker betonen, zudem das Tempo hoch halten und damit einen weiteren Kracher für sich verbuchen können, der den Titel des Albums mehr als rechtfertigt. Denn „Volume Rock“ ist genau das – Rockmusik, die laut gehört werden will, wenn nicht gar muss.
Doch VALLEY OF THE SUN können mehr als nur hochenergetisch groovenden Rock – auch wenn das eigentlich unnötig erscheint. „Wants And Needs“ beispielsweise zeigt die Truppe eher lässig und melodisch, wohingegen „The Hunt“ ein kurzer Rocker und die härteste Nummer der Platte ist. Andernorts überzeugt „Land Of Fools“ mit coolen Rock-‘n‘-Roll-Gitarren und „I Breath The Earth“ überzeugt mit einem unheimlich tollen Feeling. Interessanterweise war dieser Song schon auf der „Two Thousand Ten“-EP vertreten, wurde nun aber noch einmal generalüberholt und damit deutlich aufgewertet.

Man könnte an dieser Stelle auch noch die anderen Songs von „Volume Rock“ lobend hervorheben oder aber einfach feststellen, dass diese Scheibe ein durchgängig sehr hohes Niveau hat und sich keine Durchhänger erlaubt. Mit einer solchen Platte im Gepäck sollten VALLEY OF THE SUN einer rosigen Zukunft entgegenblicken, besonders da die Herren auch live eine Wucht sind.