Interview mit Thomas „Sarke“ Berglie von Sarke

Im Jahr 2009 erschien „Vorunah“, das Debüt von SARKE. Dass es der Startschuss für eine zehnjährige Bandgeschichte und das erste von mittlerweile sechs Alben würde, hatte Thomas Sarke“ Berglie damals nicht geplant. In wenigen, aber klaren Worten berichtet Berglie über den musikalischen Werdegang bis hin zum neuen Album mit dem mystischen Namen „Gastwerso“.

Vielen Dank, dass du dir Zeit genommen hast! Wie geht es dir?
Mir geht es gut, ich war gerade am Fluss und habe Hechte gefangen.

Das Debüt von SARKE ist jetzt zehn Jahre alt. Hättest du damals gedacht, dass SARKE 2019 noch existieren würde?
Nein, es sollte nur ein einziges Album werden. Aber es ist gut gelaufen, also sind wir jetzt, zehn Jahre später, immer noch hier. Es ist gut, so kann ich die Musik machen, die ich will und mit großartigen Leuten arbeiten.

Was hältst du heute von „Vorunah“ – und was verbindest du mit dem Album?
Ich bin immer noch sehr zufrieden mit diesem Album. Ich mag die Stimmung auf dem Album. Ich höre es mir immer noch ab und zu an. Und ich schätze, für einige Leute da draußen ist es ihr Lieblingsalbum. Ich glaube, wir machen auch immer noch den gleichen Musikstil wie damals. Wir haben uns nur mit jedem Album weiterentwickelt.

Euer neues Album heißt „Gastwerso“. Was bedeutet das, was steckt hinter diesem Titel?
„Gastwerso“ bedeutet Geisterkrieg. Ich habe eine Sprache verwendet, die vor 1.000 Jahren in Europa verwendet wurde.  Das Wort setzt sich aus „gast“ und „werso“ zusammen. Es beschreibt etwas Dunkles, Seltsames und Unbekanntes. Das passt gut zu SARKE.

Nach dem Dolch auf „Viige Urh“ ist das Artwork diesmal wieder dunkler. Wie hängt es mit dem Titel oder dem Text zusammen?
Terje hat das Cover gemacht. Ich habe ihm gesagt, das Bild sollte sich um den Geisterkrieg drehen. Ich finde, er hat mit dem Artwork einen tollen Job gemacht. Unsere Texte befassen sich mit den dunklen Seiten des menschlichen Geistes. Brutale Natur. Das Unbekannte.

Das Album wird einige Fans überraschen, wenn es sie nicht sogar verärgert – denkst du nicht auch?
Ich würde nicht sagen „verärgern“. Es wird einige von ihnen überraschen, ja. Es ist nicht für jeden gemacht, schätze ich. Aber wer SARKE eine Weile verfolgt, sollte inzwischen wissen, dass wir verschiedene und immer neue Wege gehen. Wir mögen es, Musikstile zu kombinieren. Bisher haben wir eine gute Resonanz auf unsere alternativen Stücke erhalten.

Während es ziemlich geradlinig beginnt, wird es dazwischen ziemlich sphärisch. Was hat dich hier inspiriert?
Ich kombiniere einfach gerne auf sinistre Weise dunkle Musik mit schönen Teilen. Ich möchte, dass unsere Musik die Leute zum Nachdenken bringt, dass sie Bilder im Kopf haben. Dass ihr Geist davonschwebt. Musik ist Emotion.

Vor allem „The Endless Wait“ ist irgendwie ziemlich kitschig, findest du nicht?
Nein, das würde ich nicht sagen. Der Song ist anders. Aber er passt zum Text. Das endlose, unbekannte, dunkle Universum.

Lena Fløitmoen, die bereits auf dem letzten Album zu hören, ist wieder mit dabei. Wann war klar, dass sie wieder mitwirken würde, und wie lief die Zusammenarbeit ab?
Wenn ich einen neuen Song mache, denke ich darüber nach, ob ich weibliche Stimme dabei haben will oder nicht. Als ich wusste, dass einige der Stücke weiblichen Gesang brauchen würden, habe ich Lena wieder kontaktiert. Sie hat bei „Viige Urh“ gute Arbeit geleistet. Ich wusste, wo ich ihre Stimme haben wollte, und dann haben wir geeinsam an den Gesangslinien gearbeitet. Lars Erik war da auch involviert.

Plant ihr eine Clubtour für das Album oder bleibt es bei ausgewählten Festival-Shows?
Wir werden sehen. Das haben wir noch nicht geplant. Aber es kann sowohl Clubshows als auch Festivals geben.

Eine Prognose: War das jetzt ein Experiment, oder werdet ihr euch in Zukunft weiter vom reinen Black’n‘ Roll entfernen?
Wir wissen noch nicht, wie das nächste Album aussehen wird. Es kann beides der Fall sein. Es kann auch mehr Black Metal werden. Wir werden einfach abwarten müssen. Wir hatten schon immer experimentelle Teile, wir haben das nur ein wenig weiter ausgebaut.

Vielen Dank für das Interview. Zum Schluss noch ein kurzes Brainstorming:
Frauen in der Metal-Szene:
Wenn du meinst „in einer Band“: Es sind nicht so viele. Aber cool, dass sie da sind.
Slayer: Eine meiner absoluten Lieblingsbands. „Reign In Blood“, „South Of Heaven“ und „Seasons In The Abyss“ waren ihre beste Periode.
Deutschland: Gute Festivals.
Symphonic Metal: Nicht mein Musikstil.
„Old Star“ von Darkthrone: Sie sind immer noch in guter Form.
SARKE in zehn Jahren: Die bekannteste Band der Welt.

Nochmals vielen Dank für deine Zeit. Die letzten Worte gehören dir:
Vielen Dank für das Interview. Wir danken allen, die sich die Zeit nehmen, unsere Musik zu hören und hoffen, dass ihnen viele neue Hörer folgen werden.

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