CD-Review: Hellhammer - Apocalyptic Raids (EP)

Besetzung

Tom G. Warrior alias Satanic Slaughter – Gesang, Gitarren
Martin E. Ain alias Slayed Necros – Bass
Jörg Neubart alias Denial Fiend – Schlagzeug

Tracklist

01. The Third Of Zhe Storms (Evoked Damnation)
02. Massacra
03. Triumph Of Death
04. Horus/Aggressor
05. Revelations Of Doom
06. Messiah


Totgesagte leben länger, heißt es. HELLHAMMER sind der Beweis, dass es stimmt: Nur zwei Jahre währte die aktive Zeit der Celtic-Frost-Vorgängerband – aber noch lange wurden Tom G. Warrior (alias Satanic Slaughter) und seine Mitstreiter dafür verlacht, in dieser Band gespielt zu haben. Doch irgendwann wendete sich das Blatt: Celtic Frost wurden eine Instanz im Metal und HELLHAMMER wie aus dem Nichts legendär.

Nachdem Century Media Records 2008 unter dem Titel „Demon Entrails“ bereits die ersten drei Demos („Satanic Rites“, „Death Fiend“, „Triumph Of Death“) neu aufgelegt hatte, legt BMG nun nach und bringt den Klassiker unter den HELLHAMMER-Releases aus dem Nachlass von Noise Records zurück in die Regale: die „Apocalyptic Raids“-EP, die im Original 1984 als 12“-Vinyl (limitiert auf 1200 Einheiten) veröffentlicht worden war.

Der Zeitpunkt jetzt ist sicher kein Zufall: Durch das Tribute-Projekt Triumph Of Death wurden HELLHAMMER gerade im letzten Jahr wieder in den Fokus der Szene gerückt – nicht zuletzt als „Stinkefinger an all die Leute, die uns damals verlacht haben“, wie Tom G. Warrior es im Interview mit Metal1.info ausgedrückt hat. Nun gibt es also „Apocalyptic Raids“ wieder, und zwar mit originalem Artwork, halboriginaler Tracklist und überarbeitetem Sound.

Was die Tracklist angeht, wurde eigentlich „Apocalyptic Raids 1990 A.D.“ neu aufgelegt, der CD-Re-Release aus dem Jahr 1990 – und damit selbst schon ein Sammlerstück. Neben den vier EP-Songs finden sich auf der CD nämlich auch in der aktuellen Version die damaligen Bonustracks „Revelations Of Doom“ und „Messiah“. Diese stammen ursprünglich nicht von „Apocalyptic Raids“, sondern von der Noise-Records-Compilation „Death Metal“, die 1984 HELLHAMMER, Running Wild, Dark Avenger und Helloween auf einer Platte vereinte.

Was den Sound angeht, bleibt der Re-Master von Victor Bullock erfreulich nah am Original: Alles hat (soweit man das im Abgleich mit online verfügbaren Digital-Rips der Vinyl beurteilen kann) etwas mehr Punch und ist etwas lauter. Dennoch ist „Apocalyptic Raids“ auch in der Neuauflage weit davon entfernt, modern zu klingen – oder besser, als es dem Material mit seiner rotzig-punkigen Attitüde guttut.

Ob HELLHAMMER mit diesen Songs heute noch viele neue Fans dazugewinnen werden, ist fraglich. Für alle Fans der Band ist dieser Re-Release trotzdem eine sinnvolle Veröffentlichung: Was Sound und Layout angeht mit Gefühl angepackt, unterscheidet sich die Neuauflage von „Apocalyptic Raids“ gerade genug vom lange vergriffenen Original, um nicht gänzlich aus der Zeit gefallen zu wirken. Fazit: Ein pietätvoller Re-Release, der seine Fans finden wird.

Keine Wertung

Geschrieben am

1 Kommentar zu “Hellhammer – Apocalyptic Raids (EP)”

  1. Melinda

    I do listen to Hellhammer and
    Celtic Frost frequently……and have read some interviews which strengthened the admiration and love of of thier creative.
    Its especially good movement music😁….. havent tried it with yoga … yet…

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