CD-Review: Kataklysm - The Prophecy (Stigmata Of The Immaculate)

Besetzung

Maurizio Iacono -Gesang
Jean-Francois Dagenais - Gitarre
Stephane Barbe - Bass
Max Duhamel - Schlagzeug

Tracklist

01. 1999:6661:2000
02. Manifestation
03. Stormland
04. Breeding The Everlasting
05. Laments Of Fear & Despair
06. Astral Empire
07. Gateway To Extinction
08. Machiavellian
09. The Renaissance


“The Prophecy (Stigmata Of The Immaculate)” – auf diesen Namen, mit nettem Beititel, hört die KATAKLYSM-Scheibe aus dem Jahre 2000. Die Vierergruppe aus Kanada versucht somit ihren extremen Death Metal mal wieder zu toppen. Anno 2000 gilt das 96er Album „The Temple Of Knowledge“ als Referenz in den eigenen Reihen.

Absolut passend wird das Milleniumsalbum mit “1999:6661:2000” eingeleitet. Nach einem längeren Sprachintro wird der Hörer mit Blastorgien, Schreien, Growls und totaler Geschwindigkeit wahrhaftig weggefegt. Nicht umsonst werden KATAKLYSM die Meister des „Northern Hyperblast“ genannt. „Breeding The Everlasting“ beweist auch, wie gut sich brutale Härte mit dem vielfältigen Gesang von Maurizio Iacono paart. Jener setzt sich aus einer duften Mischung zwischen hohem Gekreische und tiefem Gegrunze zusammen. Besser wird es noch, wenn sich beide Gesangstile vermischen. Zu viel Lob sollte hier auch nicht gegeben werden, denn die Leistung von Maurizio bleibt auf „The Prophecy“ noch deutlich unter der der späteren CDs.

Härte hin oder her, neben Blasts und Riffwänden gibt es auch verdammt starke Melodien. „Astral Empire“ ist das beste Beispiel und zudem einer der besten Songs dieses Longplayers. „Gateway To Extinction“, welches direkt nach „Astral Empire“ kommt, schließt sich in Sachen Melodie an. Allerdings sind die Stellen etwas versteckt und werden von den ständigen Trommelattacken ein wenig übertönt. Etwas schade ist es, dass die älteren Songs kaum noch in Setlisten von Konzerten Beachtung finden. „Machiavellian“ ist so ein Song, den es ab und an noch zu hören gibt. Er besticht mit einem eingängigen Refrain und hat es auf alle Fälle verdient gespielt zu werden.

Den Schlusspunkt setzt „The Renaissance“, mit über acht Minuten auch deutlich der längste Track des Albums. Dieser Song könnte den absoluten Wahnsinn in der KATAKLYSM-Karriere bilden, wenn es nicht nur acht mickrige Worte im Text wären („We live and die, Reborn through the renaissance“). Denn musikalisch ist dies ein absoluter Erguss im Metal. Von Härte über Melodie bis hin zur Atmosphäre passt alles zusammen. Nichtsdestotrotz ist dieses Stück eine Ausnahme auf der 2000er Scheibe.

Damit haben wir mit der „Prophezeiung“ eine klasse Scheibe vorliegen. Wer auf schnelle Schlagzeugarbeit steht wird hier seine helle Freude haben. Zu bemängeln wäre die schon angesprochene Leistung im stimmlichen Teil sowie die Eingängigkeit, welche größtenteils auf der Strecke bleibt. Aber im Grunde ist hier alles erhalten, was sich Death Metal-Fans wünschen. Geschwindigkeit, Melodie und abwechslungsreicher Gesang. Noch ein Wort zum Artwork: Tolles Motiv, mit sehr passender Farbwahl. Sicher nichts besonderes, jedoch schön genug, um es zu erwähnen. Freude sollte also bei diesem Album überwiegen!

Bewertung: 7 / 10

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