CD-Review: King Dude - Full Virgo Moon

  • Veröffentlichung: 2020
  • Label: Ván
  • Spielart: Rock
Besetzung

King Dude aka. TJ Cowgill – Gesang, alle Instrumente

Tracklist

01. Intro (A Shadow's Theme)
02. My Rose By The Sea (Satyr Boy)
03. Full Virgo Moon
04. Forty Fives Say Six Six Six
05. The Satanic Temple
06. Forgive My Sins
07. Make Me Blind
08. A Funeral Song For Atheists
09. Something About You


KING DUDE ist zurück. Wirklich weg war der US-amerikanische Musiker zwar nicht, erst 2018 war ja sein letztes Album „Music To Make War To“ erschienen. Doch mit „Full Virgo Moon“ ist der KING zurück, den treue Fans aus den Anfangsjahren seiner Karriere kennen: ohne Band, als Einzelkämpfer – und mit puristischen Songs, denen ebenjener Spirit innewohnt, der die Musik von KING DUDE ausmacht.

In den ersten beiden Januarwochen 2020 von KING DUDE alias Thomas Cowgill daheim in Seattle, Washington, eingespielt, gemixt und gemastert, klingt das Material puristischer, direkter, ehrlicher – vor allem aber intensiver und ausgereifter als je zuvor: Eine Akustikgitarre, ein paar atmosphärische Sounds und seine tiefe, charismatische Stimme. Mehr braucht KING DUDE auf „Full Virgo Moon“ oft nicht, um den Hörer in seinen Bann zu ziehen.

So gelingt KING DUDE einmal mehr, die düstere Atmosphäre von Meisterwerken wie Cashs „American Recordings“ aufleben zu lassen („Forty Fives Say Six Six Six“). Aber irgendwo tief in den Songs lebt der Rock ’n‘ Roll – verpackt in einen Sound zwischen Country und Singer/Songwriter („Full Virgo Moon“, „Something About You“).

Und für die wirklich melancholischen Momente setzt sich KING DUDE sogar, begleitet von (wohl programmierten) Streichern, ans Piano („Forgive Me Sins“). So verpackt KING DUDE einmal mehr Weltschmerz und Sehnsucht in verträumte Songs – düster und doch positiv gestimmt. Vor allem aber so simpel und direkt, dass man sich ihnen kaum entziehen kann.

Dass „Full Virgo Moon“ nur eine knappe halbe Stunde lang ist, ist da fast schade – aber gleichzeitig auch Teil seiner Stärke: Auch die Kürze unterstreicht nochmal die Ungezwungenheit von „Full Virgo Moon“. Und gegen verfrühte Stille hilft ja bekanntlich: einfach nochmal Play drücken.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Bewertung: 8.5 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: