CD-Review: The Stone - Teatar Apsurda

Besetzung

Nefas – Gesang
Kozeljnik – Gitarre, Gesang
Vrag – Bass
Honza Kapák – Schlagzeug, Gitarre

Tracklist

01. Gavranovo
02. Mrtvog Negativ
03. Moj Grob
04. Nuklearan
05. Ja, Car I Bog
06. Harmonija U Haosu
07. Teatar Apsurda


1996 als Stone To Flesh gegründet, ist die seit 2001 als THE STONE firmierende Truppe lange schon Serbiens bekannteste Black-Metal-Band. Auf sieben Full-Length-CDs hat es die Formation aus Belgrad bereits gebracht. Das achte Studioalbum ist nun unter dem Titel „Teatar Apsurda“ über das von der Band extra zu diesem Zweck gegründete Label Mizantropeon Records erschienen.

Hinter dem nicht eben spektakulären, aber durchaus sehr stimmigen Artwork verbergen sich sieben Songs, auf die in weiten Teilen eigentlich genau das Gleiche zutrifft: Auch der sehr ursprüngliche Black Metal von THE STONE ist nicht eben, was den erfahrenen Black Metaller noch groß überraschen könnte.

Doch vor einem vorschnellen Urteil sollte man sich hüten. So muss man THE STONE nämlich lassen, dass sie das, was sie tun, durchaus auf sehr hohem Niveau tun: Musikalisch und in Sachen Sound absolut sauber gearbeitet, weiß „Teatar Apsurda“ auch hinsichtlich der Kompositionen durchaus zu gefallen: Schnittige Riffs und eine kräftige Stimme verleihen den Songs den nötigen Schub. So haben Stücke wie der Opener „Gavranovo“ oder auch „Nuklearna“ richtig Zug und wissen in ihrer rohen Aggressivität durchaus zu gefallen.

Gelegentlich zeigen THE STONE sogar, dass sie weit mehr können als nur „böse“ – etwa, wenn in „Ja, Car I Bog“ auf einmal ein fast epischer Chor den Refrain schmettert und effektbeladene Cleangitarren zum Ende für Auflockerung sorgen. Oder wenn sich in „Harmonija U Haosu“, der als brutaler Knüppelsong beginnt, auf einmal Klargesang aus dem fiesen Riffing herausarbeitet. Gerade gegen Ende des Albums ist das ein geschickter Kniff – sind es doch immerhin für rohen Black Metal recht amtliche 50 Minuten, die die Serben diesmal auf CD gebannt haben.

„Teatar Apsurda“ von THE STONE ist gewiss kein Meilenstein des Black Metal. Das bisherige Schaffen der Band bringt das Album jedoch in zeitgemäßem Sound gut auf den Punkt, so dass das Werk für alle Fans der Band, die sich nicht zu unrecht auch international einen gewissen Ruf erarbeitet hat, und jeden, der sich schon mal mit THE STONE auseinandersetzen wollte, durchaus eine Empfehlung wert ist. Ansonsten können hier Fans der truen Black Metal ohne Erwartungen an all zu viel Innovation ein Ohr riskieren: In dem, was sie tun, sind THE STONE nämlich durchaus kompetent.

Bewertung: 7.5 / 10

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