CD-Review: Zarraza - Rotten Remains (EP)

Besetzung

Nick "toRRnado" Khalabuzar – Gesang, Gitarre
Dan Eternal – Gitarre
Evgeny Hablack – Bass
Ruslan Konon – Schlagzeug

Tracklist

01. Хаос
02. Bullets & Beliefs
03. Zombie Kids
04. The Grudge
05. Bulldozer
06. Failed Apocalypse
07. If I Was Satan
08. wRRong Song


2012 in Almaty, Kasachstan, gegründet, veröffentlichten ZARRAZA 2018 ihr Debüt „Necroshiva“ – ein Album, wie man es selbst in der „Thrash-Hochburg“ Deutschland selten findet: Mit einem schönen Artwork und knackigem Sound, vor allem aber aggressiv-groovigem, aber zugleich gewitztem Songwriting. Mit „Rotten Remains“ legen die aufstrebenden Newcomer nun eine EP nach.

Der Titel kommt dabei nicht von ungefähr. Für „Rotten Remains“ haben ZARRAZA alte Songs, die sich im Live-Set etabliert haben, neu aufgearbeitet. Mit einem mehr als überzeugendem Resultat. Ein modernes, erneut extrem professionell anmutendes Artwork (wie schon bei „Necroshiva“ aus der Feder von Vladimir Chebakov) ziert das Digipak und von der ersten Minute an ist klar: Auch diesmal liefern ZARRAZA zeitgemäßen, aber trotzdem genretypischen Thrash Metal ab.

Stolze acht Songs bringen ZARRAZA in der gebotenen knappen halben Stunde unter, da kaum einer die Vier-Minuten-Marke überschreitet. Umso energiegeladener kommen die Stücke daher. Ob nun der Opener „Xaoc“ als typischer Thrash-Song oder das rein instrumental gehaltene „The Grudge“, bei dem ZARRAZA zusätzlich zur Standard-Besetzung auf traditionelle Instrumente zurückgreifen: ZARRAZA legen in ihrem Tun eine beeindruckende Souveränität an den Tag – mal mit Melodik und viel Groove („Failed Apocalypse“), mal mit furiosem Uptempo-Thrash, der in Riffs wie Soli zu begeistern weiß („If I Was Satan“). Abgerundet wird das Gesamtbild der mehr als stimmigen EP durch den aggressiven Sound der Gitarren, der an Exodus aus der Rob-Dukes-Ära denken lässt: Genau diese Power braucht Thrash Metal!

Dass ZARRAZA auf „Rotten Remains“ kein neues, sondern überarbeitetes altes Material zu bieten haben, tut der Qualität der Musik keinen Abbruch: Wie auch auf dem Debüt präsentieren sich ZARRAZA mit dieser EP als versierte Nachwuchsband, der man die auf Touren mit Bands wie Ektomorf gesammelte Erfahrung anhört. Wenn ZARRAZA so weitermachen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man den Namen auch in Deutschland öfter hören wird.

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