CD-Review: A Pale Horse Named Death - Infernum In Terra

Besetzung

Sal Abruscato – Gesang, Gitarre
Eddie Heedles – Gitarre
Joe Taylor – Gitarre
Oddie McLaughlin – Bass
Chris Hamilton – Schlagzeug

Tracklist

01. Infernum
02. Believe In Something (You Are Lost)
03. Cast Out From The Sky
04. Shards Of Glass
05. Lucifer’s Sun
06. It Is Done
07. Two Headed Snake (Propofol Dreams)
08. Slave To The Master
09. Devil’s Deeds
10. Reflections Of The Dead
11. Souls In The Abyss


A Pale Horse Named Death - Infernum In Terra Cover

Ganze sechs Jahre ließ Sal Abruscato (ehem. Type O Negative, Life Of Agony) die Welt auf das dritte Album seiner Band A PALE HORSE NAMED DEATH warten. Die Vorfreude war groß, doch „When The World Becomes Undone“ (2019) stellte sich schließlich als Flop heraus: Mit ihrem faden Songwriting und unsauberen Sound kam die Platte bei vielen nicht gut an. Der mit Alternative-Metal- und Grunge-Untertönen versetzte Doom Metal der New Yorker Musikgruppe hatte eine Auffrischung bitter nötig. Ebendiese scheint der Nachfolger „Infernum In Terra“ mit seinem morbiden Artwork in Aussicht zu stellen, ist es doch das erste Studioalbum, auf dessen Cover A PALE HORSE NAMED DEATH ihr namensgebendes Maskottchen aussparen.

Wie sich nach dem unheimlichen Intro „Infernum“ allerdings schnell zeigt, machen A PALE HORSE NAMED DEATH ziemlich genau da weiter, wo sie zwei Jahre zuvor aufgehört haben. Das Quintett spielt also einmal mehr weitgehend konventionellen Doom Metal, dessen bedrückende Grundstimmung eine gewisse Lässigkeit nicht ausschließt. Besonders spannend ist das nicht, funktioniert in einigen Tracks aber ziemlich gut.

Die finsteren, ausgezehrten Gitarrenleads in „Believe In Something (You Are Lost)“, das betrüblich schleppende „Shards Of Glass“ und das erhabene „Lucifer‘s Sun“ zeigen beispielhaft, dass A PALE HORSE NAMED DEATH auch auf ihrem gewohnten Kurs mitunter noch gut fahren. Die klarere, kraftvolle Produktion lässt das Album außerdem deutlich angenehmer als „When The World Becomes Undone“ klingen. Ansonsten hat „Infernum In Terra“ seinem Vorgänger jedoch nichts voraus. Erneut scheinen A PALE HORSE NAMED DEATH für einen Großteil der Tracks keine interessanten Ideen gekommen zu sein.

Manche Nummern verblassen in der Erinnerung völlig („Cast Out From The Sky“), andere sind zwar eingängig, wirken aber banal und unspektakulär („Devil‘s Deed“). Angesichts der mit 55 Minuten ohnehin nicht zu knapp bemessenen Laufzeit sind das Interlude „It Is Done“ und das Piano-Outro „Souls In The Abyss“, die man beide nach jedem Hören sofort wieder vergisst, vollkommen überflüssig. Ob A PALE HORSE NAMED DEATH nun ein Piano, eine kauzige Orgel („Slave To The Master“) oder ein ausgedehntes Solo in den Mix werfen – am Ende sind die Stücke im besten Fall doch nur solide und im schlimmsten schnarchlangweilig.

Eigentlich sollte man meinen, dass eine Band namens A PALE HORSE NAMED DEATH, die ein Album mit dem Titel „Infernum In Terra“ während einer Pandemie und einer Klimakatastrophe veröffentlicht, mehr Eindruck zu schinden im Stande wäre. Wer vom letzten Release der Amerikaner enttäuscht war, könnte sich hier zwar vielleicht wieder ein wenig mehr mit ihnen anfreunden. In seiner Gesamtheit ist „Infernum In Terra“ jedoch nicht mehr als ein solides Doom-Metal-Album mit ein paar ganz netten und einigen verzichtbaren Songs. Ob man von A PALE HORSE NAMED DEATH noch einmal einen spaßigen Track wie „Devil Came With A Smile“ zu hören bekommen wird, bleibt abzuwarten.

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Bewertung: 6 / 10

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