CD-Review: Amon Amarth - The Crusher

Besetzung

Johan Hegg – Gesang
Johan Söderberg – Gitarre
Olavi Mikkonen – Gitarre
Ted Lundström – Bass
Fredrik Andersson – Schlagzeug

Tracklist

01. Bastards Of A Lying Breed
02. Masters Of War
03. The Sound Of Eight Hooves
04. Risen From The Sea 2000
05. As Long As The Raven Flys
06. A Fury Divine
07. Annihilation Of Hammerfest
08. The Fall Through Ginnungagap
09. Releasing Surtur's Fire
10. Eyes Of Horror


Die wenigsten wissen es, aber es gibt eine Parallele zwischen den Wikingern von AMON AMARTH und dem Godfather of Foxtrott „Wolfgang Petry“. Abgesehen von Petrys Versuch, mit ein paar Armbändchen dem Festivalgänger Konkurrenz machen zu wollen, behauptet der eine von sich die längste Single der Welt produziert zu haben, während die anderen seit sieben Alben immer nur den gleichen Song spielen. Ein Vorwurf der AMON AMARTH nur zu gerne gemacht wird, um im Anschluß zu behaupten, wie gerne man doch diese Musik höre. Paradox, aber das 2001 Werk „The Crusher“, spielt ohnehin in einer Liga für sich.

Ohne viel Schnick-Schnack legt der Opener „Bastards Of A Lying Breed“ los. Ein langezogener Schrei von Johan Hegg und dann rappelts in der Knäckebrotpackung. Nach 5:30 Minuten endet der Spaß um mit „Masters Of War“ & „The Sound Of Eight Hooves“ noch einen drauf zu packen. Beide Songs dürfen getrost als absolute Bandklassiker bezeichnet werden. Gerade „The Sound Of Eight Hooves“ wartet mit einer Mischung aus Melodie und Härte auf, wie es sie kaum ein zweites Mal gibt.

„Risen From The Sea 2000“, „Annihilation Of Hammerfest“, allesamt absolute Ohrwürmer, die das Herz eines jeden Death Metal Freunds höher schlagen lassen. Melodiebögen, schneidiges Riffing sowie ein solides Drumspiel, der Crusher lässt diesbezüglich keine Wünsche offen. Den würdigen Abschluss, leider in einer schlechteren Qualität, bietet der Bonus Track „Eyes Of Horror“.

Beim Hören des Crushers wird einem bewußt, was jeder AMON AMARTH-Freund schon lange weiß: So viele Kracher auf einem Album und im Gegensatz dazu die begrenzte Spielzeit bei Live-Auftritten. Hier wird nur allzu deutlich, wie enorm der Pool ist, aus dem die fünf Schweden schöpfen können. Ohne wenn und aber: Bei „The Crusher“ handelt es sich um ein Highlight der Band, welches in keiner gescheiten Sammlung fehlen sollte. Ob man auch einen flotten Foxtrott zu schwedischem Death Metal aufs Parkett legen kann?
Wolfgang Petry hätte es wohl gewußt, wenn er sich nicht nach 60 Jahren in den Vorruhestand verabschiedet hätte.

Bewertung: 8.5 / 10

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