CD-Review: Dragonforce - In The Line Of Fire

Besetzung

Marc Hudson - Gesang
Herman Li - Gitarre
Sam Totman - Gitarre
Frédéric Leclercq - Bass
Gee Anzalone - Schlagzeug
Vadim Pruzhanov – Keyboard

Tracklist

01. Fury Of The Storm
02. Three Hammers
03. Tokyo Party:
04. Black Winter Night
05. Tomorrow's Kings
06. Sam Off Tour:
07. Fred – Live In France:
08. Seasons
09. Symphony Of The Night
10. Gee’s Drum Journey:
11. Japan Show Day:
12. Cry Thunder
13. Behind The World Tour Pt. 1:
14. Marc’s Inspirations:
15. Behind The World Tour Pt. 2:
16. Ring Of Fire
17. Through The Fire And Flames
18. The Crew:
19. Vadim Back Home:
20. Herman’s Time Off :
21. Valley Of The Damned

Extra: 01. Marc’s Tokyo Adventure
02. Fred Loves Japan


Für manche sind DRAGONFORCE schlicht und ergreifend ein Witz. Eine Truppe komischer Leute, die in irrer Geschwindigkeit ihre Instrumente bearbeiten, sonst aber zu nichts fähig sind. Doch es gibt auch jene, die die Briten für die unterhaltsamste und schnellste Metalband ihres Landes halten und sie genau dafür lieben. Diesen – und natürlich auch allen anderen – kredenzen DRAGONFORCE nun mit „In The Line Of Fire“ ihre erste Live-DVD.

Schon vor dem Start der DVD ist eigentlich klar, was einen erwartet: Ultraschneller Power Metal, gespickt mit noch schnelleren Soli und gekrönt vom Gesang Marc Hudsons. Und genau das liefern DRAGONFORCE ihren Fans. Aufgenommen währen der 2014er Headlinershow der Truppe auf dem weltberühmten Loud Park Festival in Tokyo, wurde die energetische Liveshow der Mannen um Herman Li von neun HD-Kameras eingefangen, sowie von Bandchef Li persönlich directed, editiert und produziert.
Geboten werden über 100 Minuten Spielzeit, wobei bereits knapp 95 auf das Konzert entfallen, was das sehr spaßige Extramaterial dementsprechend einschränkt. Allerdings wurde zwischen den einzelnen Tracks der Show immer wieder Bonusmaterial eingefügt, sodass es auch an in puncto Bonusmaterial eigentlich nichts zu meckern gibt. In diesem werden die Mitglieder von DRAGONFORCE u.a. in ihre Heimat begleitet und verraten dem interessierten Zuschauer, dass sie ihre freien Tage beispielsweise mit Autorennen oder Plattenshoppen verbringen. „In The Line Of Fire“ gewährt dem Fan also auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der Band, der einigermaßen unterhaltsam ist. Dass das Konzerterlebnis durch die eingefügten Bounus-Sequenzen immer weide unterbrochen wird, fällt dabei jedoch durchaus negativ ins Gewicht.
Denn das Hauptaugenmerk von „In The Line Of Fire“ liegt natürlich auf der Musik und damit dem Auftritt der Band, den es zu bestaunen gibt. Und gestaunt werden darf, denn natürlich ist mittlerweile jedem Metalhead bekannt, dass DRAGONFORCE unheimlich flott spielen. Das Ganze aber tatsächlich live zu sehen, ist nochmal eine andere Erfahrung. Denn live gibt es keine Tricks, kein Raffen der eingespielten Riffs oder etwas der Art, hier muss alles sitzen und das tut es ohne Wenn und Aber.
DRAGONFORCE zocken sich durch eine Mischung aus Songs von ihrem aktuellen Album „Maximum Overload“ und Bandklassikern wie „Fury Of The Storm“, „Cry Thunder“ und natürlich der obligatorischen Bandhymne „Through The Fire And Flames“.

DRAGONFORCE liefern mit ihrer ersten Live-DVD genau das, was ihre Fans sehen bzw. hören wollen: Mitreißende Hymnen und Gitarrenriffs in Lichtgeschwindigkeit. Wem das zusagt, der wird mit diesem Release seine helle Freude haben. Ob DRAGONFORCE ihre Kritiker mit „In The Line Of Fire“ jedoch werden überzeugen können,. darf trotzdem bezweifelt werden, da die Truppe letztlich außer hyprespeed Songs nicht wirklich viel zu bieten hat.

Bewertung: 7.5 / 10

Geschrieben am

3 Kommentare zu “Dragonforce – In The Line Of Fire”

  1. Marvin Jordan

    Ich finde das Review sehr gut. Endlich mal eines, welches die Band distanziert betrachtet und sich auf die Qualität der Musik bezieht. Finde ich echt super.
    Jedoch fällt eine Sache negativ auf, und stört mich als Hardcore-DragonForce-Fan sehr:
    Der Song heißt „Through The Fire And Flames“ und nicht „Through The Fire And THE Flames“. Ein „the“ zuviel also. Ansonsten kann ich die Meinung durchaus teilen.

  2. Gerhard Wolf

    Also, ich hab nie verstanden warum Leute DF als Witz ansehen. Sie spielen ultraschnellen Powermetal mit mehr Melodien als manch andere Bands auf 4 Alben zusammen. Und seit dem aktuellen Sänger haben sie endlich den wirklich passenden und absolut fähigen Sänger gefunden. Klingt jetzt alles noch besser als vorher. Was ist bitte ein Witz ? Wenn ich das lese „sonst nichts zu bieten“, was machen denn bitte Bands wie HAMMERFALL etc. die seit dem Beginn ihrer Karriere immer den gleichen Song spielen, auf jedem Album. Wo haben Bands wie die das Rad neu erfunden ? Nix gegen Hammerfall, bestimmt nicht. Aber nicht jede Stilrichtung ist dafür da um ständig „neues“ zu bieten. Ich mein, die Rolling Stones, ACDC etc spielen auch seit Jahrzehnten nix neues und alle finden es toll. DF machen wirklich erstaunliche Musik meiner Meinung nach, vor allen gitarrentechnisch. Wo sind die schlechter als z.b. die Urgötter des Speed & Fantasy Metal, Bands wie HELLOWEEN (ok, die waren früher nur gut, heute nicht mehr) oder GAMMA RAY.

    Ich finds denkbar unfair DF all sowas vor den Karren zu werfen. Die DVD bzw Bluray hat mir wirklich viel Freude bereitet, und wird es auch weiterhin. Ich mag den Humor der Jungs, ich mag wie sie sich selbst nicht so ernst nehmen und die Musik macht mich jedesmal innerhalb von ein paar Minuten wirklich happy. Was sonst kann man von einer Band verlangen ?

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: