CD-Review: Hammerfall - Dominion

Besetzung

Joakim Cans - Gesang
Oscar Dronjak - Gitarre
Pontus Norgren - Gitarre
Fredrik Larsson - Bass
David Wallin - Schlagzeug

Tracklist

01. Never Forgive, Never Forget
02. Dominion
03. Testify
04. One Against The World
05. (We Make) Sweden Rock
06. Second To One
07. Scars Of A Generation
08. Dead By Dawn
09. Battleworn
10. Bloodline
11. Chain Of Command
12. And Yet I Smile


Große Worte muss man über HAMMERFALL nicht mehr verlieren, denn seit 22 Jahren stehen die Schweden für Power Metal der Extraklasse. Zumindest gilt dies, wenn man das etwas deplatzierte „Infected“ einmal ausblendet. Mit „Dominion“ steht nun das insgesamt elfte Studioalbum in den Startlöchern. Die Band selbst hat es mit den folgenden Worten angekündigt: „Es wird ein Meilenstein in der Karriere von HAMMERFALL, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.“

Starke Worte, denen aber auch starke Songs folgen. Betrachtet man allein die drei Single-Auskopplungen „Dominion“, „One Against The World“ und „(We Make) Sweden Rock“. Aber natürlich wollen wir uns dem Album in Gänze widmen und deshalb wird bei den weiteren Songs etwas genauer hingehört.
Mit einem ruhigen, akustischen Intro beginnt der erste Song „Never Forgive, Never Forget“. Bereits nach recht kurzer Zeit entwickelt sich die Nummer aber doch zu einer typischen HAMMERFALL-Hymne. Treibendes Schlagzeugspiel, kurze und einfache Riffs, einprägsame Melodien und ein extrem prägnanter Refrain zeichnen diesen Opener aus, der endet wie er begonnen hat. Der Anfang für ein gelungenes Album ist also gemacht. Der folgende Titelsong ist ja schon etwas länger bekannt und überzeugt vor allem mit seinem sehr epischen Charakter und einem zuweilen sehr stampfenden Rhythmus.

Dass „One Against The World” und „(We Make) Sweden Rock” wahre Hymnen sind und schon jetzt ihren Platz in der Setlist der kommenden Tournee sicher haben, muss auch nicht weiter erwähnt werden. Mit „Second To One“ widmen sich HAMMERFALL dann einmal mehr einer klassischen Ballade. Der ruhige Beginn wird lediglich vom Piano getragen und erst nach gut zwei Minuten geht es in den Gitarrenmodus. Leider bleibt der Song über die gesamte Laufzeit wenig spektakulär. Man darf durchaus vom schwächsten Glied in der Kette sprechen. Die Schweden hatten da auf früheren Alben durchaus ein besseres Gespür für die sanften Töne bewiesen, als jetzt auf „Dominion“. Von HAMMERFALL erwartet man aber eben auch keine tiefgreifenden lyrischen Konzepte und romantisch ausladenden Balladen, sondern genau das, was dann mit „Scars Of A Generation“ und „Dead By Dawn“ folgt. Schnörkelloser Power Metal, der gut unterhält und sofort ins Ohr geht.

Natürlich ist das alles nicht innovativ, aber die Puristen unter den Fans wird es eben umso mehr freuen. Es gibt tolle Refrains, ohne den großen Ballast in Form von übertriebenen Chören, es gibt einfache Leadgitarren und Soli, die nicht ins unendliche ausufern, und man muss nicht zehntausende Durchläufe starten, um eventuell noch ein verstecktes Detail zu enttarnen. Nein, HAMMERFALL veranstalten kein Bombastfeuerwerk und verstehen es trotzdem die richtige Portion Pathos und Epik zu transportieren.
Genau in dieses puristische und trotzdem epische Bild passt auch die auf den Punkt gebrachte Produktion. Jedem der Musiker wird sein Platz eingeräumt und auch die mehrstimmigen Refrains werden gut in Szene gesetzt. Egal ob volle Kraft voraus oder Mid-Tempo, einfach jeder Song wirkt hervorragend herausgearbeitet.

Letztendlich kann man also mit Recht sagen, HAMMERFALL bleiben ihrem Erfolgskonzept weiter treu. Tatsächlich tun sie dies sogar so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Die mutigen Worte der Band sind am Ende auf jeden Fall bestätigt worden.

Bewertung: 8 / 10

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