CD-Review: Blaze Of Perdition - The Hierophant

Besetzung

Sonneillon – Gesang
Ashgan – Gesang
XCIII – Gitarre
Golachab – Gitarre
Revenger – Bass
Vizun – Schlagzeug

Tracklist

01. The Hierophant
02. Back To The Womb
03. Into The Hidden Light
04. Let There Be Darkness
05. Gospel Of The Serpent’s Kin
06. I Am Thy Plague
07. The Tower Of Loss
08. Speak Of Me Not
09. The Grail Of Transfiguration


Dass Polen in Sachen Black Metal von Zeit zu Zeit durchaus Überraschungen bereit hält, ist ja nicht erst seit Bands wie Furia oder Massemord bekannt – mit „The Hierophant“ veröffentlichen deren Labelkollegen BLAZE OF PERDITION nun ein weiteres Album, das diese Aussage nur untermauert.

So hält das zweite Werk von BLAZE OF PERDITION eine recht ausgewogene Mischung aus schwedisch und norwegisch klingendem Black Metal für den Hörer bereit: Die schnellen Gitarrenläufe von Setherial, Ondskapt und Konsorten treffen auf die treibenden Riffs von Bands wie Taake oder Ragnarök – garniert mit dem ein oder anderen achtbaren Gitarrensolo ergibt das eine durchaus unterhaltsame Kombination, die wohl des bösen Schreigesangs wegen bisweilen auch ein wenig an die Landsmänner von Massemord/Furia denken lässt.

Dass BLAZE OF PERDITION dabei weder das Rad noch den Black Metal neu erfinden, liegt in der Natur der Sache, macht aber in diesem Fall gar nichts, da man trotzdem nicht das Gefühl hat, hier würde bloß lieblos nach Rezept gekocht: Das Resultat ist patent gemacht und weiß neben einem konstant überdurchschnittlichem Niveau auch durch den ein oder anderen wirklich starken Moment zu überzeugen. Bösartig wie die Musik ist dabei auch der Sound, der mit einer ausgewogenen Mischung aus rohem Black-Metal-Gesäge und differenzierten Instrumenten überzeugt und die neun Songs so in das passende Setting bringt.

„The Hierophant“ ist kein Album, das Geschichte schreibt und auch keines, das mit Riffs wie Taakes „Hordalands Doedskvat“ oder Melodien wie Ondskapts „Arisen From The Ashes“ aufwarten kann. Alles dazwischen haben BLAZE OF PERDITION aber schon ziemlich gut drauf, sodass das Album durchaus als unterhaltsam und für truen Black Metal verhältnismäßig abwechslungsreich gelobt werden kann. Wer die genannten Bands zu schätzen weiß, aber mal wieder seiner Liebe zum Underground Ausdruck verleihen will, kann hier bedenkenlos zugreifen.

Bewertung: 7 / 10

Geschrieben am

1 Kommentar zu “Blaze Of Perdition – The Hierophant”

  1. Knäcke

    In das neue Output vorhin mal bei euch rein gehört und das hat mich echt gefesselt, muss ich sagen… Da ja wie gesagt im Black Metal keine großen Revolutionen mehr zu erwarten sind, macht es aber dennoch vom ersten Moment an Spaß und man will mehr davon…!!! Und das hat Aussagekraft…!!!

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