CD-Review: Blaze Of Perdition - Near Death Revelations

Besetzung

S. – Gesang
XCIII – Gitarre
Revenger – Bass, Akustikgitarre
Vizun – Schlagzeug

Tracklist

01. Królestwo Niczyje
02. Into the Void Again
03. When Mirrors Shatter
04. Dreams Shall Flesh
05. Cold Morning Fears
06. The Tunnel
07. Of No Light


Die jüngere Geschichte der Polen BLAZE OF PERDITION verlief tragisch. Bei der Anreise zu einem Konzert in Österreich war die Band am 02. November 2013 bei dichtem Nebel nahe Schwarzau am Steinfeld (Niederösterreich) mit dem Auto verunglückt. Mit dramatischen Folgen: Bassist Wojciech Janus (alias 23) verstarb noch am Unfallort, Sänger Paweł Marzec (alias Sonneillon/S.) lag nach einer Notoperation an der Wirbelsäule im Koma und auch die anderen Bandmitglieder erlitten teils schwere Verletzungen.

Dass es BLAZE OF PERDITION heute, kaum zwei Jahre später, nicht nur noch gibt, sondern die Band mit „Near Death Revelations“ sogar schon ein neues Album fertig gestellt hat, zeugt von der außergewöhnlichen Hingabe, mit der Sonneillon und seine Kollegen sich ihrer Sache verschrieben haben. Chapeau!

Sieht man vom Albumtitel ab, merkt man „Near Death Revelations“ die Umstände, unter denen das Album entstanden ist, nicht an: In gewohnter Manier böse, schnell und düster gehalten, bieten die sieben Songs allen Fans von Bands wie Watain, Ondskapt, Tribulation und Konsorten gute Unterhaltung. Der Fokus liegt – wie schon auf dem Vorgänger „The Hierophant“ – auf straightem, Schrammel-Riff-basiertem Black Metal in gehobenem Tempo. Allerdings lockern BLAZE OF PERDITION ihre Songs auch diesmal durch die eine oder andere ruhigere Passage oder ein rockigeres Riff gelungen auf. Dass das Konzept aufgeht, beweist allein die Tatsache, dass die Stücke trotz Längen von oft über acht Minuten nicht langweilig werden. Der diesmal deutlich dichtere, dafür jedoch im Vergleich zum Vorgänger nicht mehr ganz so bissige Sound steht „Near Death Revelations“ dabei gut zu Gesicht: So wirken die Wechsel zwischen massivem Riffing und den stilleren Momenten, in denen auch mal verhallte Clean-Gitarren für Atmosphäre sorgen, noch dramatischer.

BLAZE OF PERDITION gelingt mit „Near Death Revelations“ ein Album, das nicht nur unter den gegebenen Umständen Respekt verdient: Düster, atmosphörisch und für seinen Härtegrad erfreulich unterhaltsam ist „Near Death Revelations“ ein wenn auch nicht revolutionäres, so doch überdurchschnittlich gutes Black-Metal-Album, das man bedenkenlos jedem Freund polnischen (beziehungsweise „schwedisch“ klingenden) Black Metals ans Herz legen kann.

Bewertung: 7.5 / 10

Geschrieben am

1 Kommentar zu “Blaze Of Perdition – Near Death Revelations”

  1. Knäcke

    Das Fazit kann man genau so stehen lassen…!!! Is geil, aber eben keine Revolution… Aber die wird es ohnehin nimmer geben… Von daher wertet es das eigentlich noch nen halben Punkt auf…!!!

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