Interview mit Alan „Nemtheanga“ Averill von Dread Sovereign & Primordial

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Alan „Nemtheanga“ Averill ist als kritischer Kopf und freiheitsliebender Mensch bekannt. Wenig verwunderlich also, dass dem Iren der Lockdown nicht nur finanziell, sondern auch emotional zusetzt. Ein Gespräch voll düsterer Prognosen und gereckter Mittelfinger –  aber auch geprägt von Durchhaltewillen und  natürlich jener Kickass-Oldschool-Metal-Attitüde, die auf seinem neuesten DREAD-SOVEREIGN-Album „Alchemical Warfare“ in jeder Note steckt.

Hallo und vielen Dank, dass du dir Zeit für dieses Interview nimmst! In der Corona-Pandemie bekommt die Eingangsfrage gleich ein ganz anderes Gewicht: Geht es dir gut?
Ich überlebe. Ich versuche, geistig gesund zu bleiben, laufe viel und arbeite an meinem Podcast. Das war’s dann auch schon. Ob es mir deswegen „gut geht“, ist eine komplexe Frage. Wenn du Lebensqualität meinst, dann nein, nicht wirklich, wenn du körperlich fit meinst, dann ja.

Abgesehen von den gesundheitlichen Risiken sind Musiker ja auch wirtschaftlich direkt von der Krise betroffen. Wie stark trifft dich persönlich der Wegfall aller Auftrittsmöglichkeiten?
Massiv. Nicht nur wirtschaftlich, ich war auch schon vorher arm, das kann ich verkraften. Aber das menschliche Handeln, der Prozess, die Bewegung, die Kreativität, das Reisen, die Identität, die Erfahrung, das Abenteuer, die emotionale Verbindung mit anderen Menschen, die einfache Freude an einer gemeinsamen emotionalen Erfahrung … all das ist weg. Ganz zu schweigen davon, dass PRIMORDIAL natürlich auch das kleine Unternehmen ist, das wir über 30 Jahre aufgebaut und sorgfältig gepflegt haben … und das nun in wenigen Wochen mehr oder weniger zerstört wurde. Derzeit ist es, wie es ist, aber niemand sollte sich vor der Tatsache die Augen verschließen, dass das alles für Musiker, reisende Musiker und so weiter mehr oder weniger ein Super-GAU ist. Und wenn all das nicht zurückkommt, wird das das Ende für viele, viele Bands bedeuten.

„Das Einkommen war essenziell,
um zu leben und nicht nur zu überleben.“

Wie lange kann eine Band wie PRIMORDIAL, kannst du als Musiker eine solche konzertfreie Zeit denn aussitzen – und habt ihr notfalls andere Jobs, um euren Lebensunterhalt zu finanzieren, bis die Bands wieder auf die Bühne zurückkehren können?
Wir haben alle Jobs oder hatten Jobs oder Arbeit – PRIMORDIAL war nie unser „Hauptjob“, aber das Einkommen war essenziell, um zu leben und nicht nur zu überleben. Und das lässt sich definitiv nicht durch Streaming ersetzen, das uns nur wenig einbringt. Die Leute reden von endlosen Merchverkäufen, aber auch das funktioniert nicht. Die Realität ist, dass wir wohl noch ein PRIMORDIAL-Album machen werden – wir hatten schon mit neuen Songs angefangen, bevor wir uns nicht mehr zum Proben treffen durften … und danach müssen wir weitersehen. Ohne Gigs, Reisen und Touren sehe ich für mich persönlich keinen Grund, noch weiter Metal zu veröffentlichen. Das ist die brutale Wahrheit.

Alan Averill als Sänger von Primordial

Und was meinst du: Wie lange wird die Live-Kultur im Allgemeinen diese Krise noch aushalten können – wann wären Teile unwiederbringlich verloren, und wie kann dem entgegengewirkt werden?
Man kann dem entgegenwirken, indem sich die Gesellschaften wieder in Richtung Öffnung bewegen und lernen, mit Pandemien zu leben und umzugehen, ohne die Gesellschaft abzuschalten und auf Level 0 zu kommen [Irland handhabt die Pandemie mit einem Level-System von 0 („normal“) bis 5 (extremste Lockdown-Form) – A. d. Red.]. Denn seien wir mal ehrlich: Wir werden keine Shows mehr haben, wie wir sie kannten, bis wir wieder bei Level 0 angelangt sind. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die nicht glauben, dass das passieren wird; eher wird wohl Level 2 oder 3 die neue Normalität und die Gesellschaft wird mit diesen neuen Regeln und Einschränkungen und Ebenen des digital eindringenden Autoritarismus leben müssen. Was davon gutartig und was bösartig ist, wird sich noch zeigen. Aber kannst du dir vorstellen, dass 200 Leute wieder in eine kleine Bar gehen dürfen, um sich spontan unter die Leute zu mischen, abzuhängen und zu einer Band abzugehen, wie sie es früher getan haben? Ich schätze die Wahrscheinlichkeit dafür in diesem Jahr auf null Prozent, im nächsten Jahr auf ein paar Prozent … aber ist das in der Realität wirklich wahrscheinlich? Es wird Leute geben, die nie wieder zu Live-Shows gehen werden, es gibt Leute, die es genießen, im Lockdown zu sein, und die nicht mehr ins Gesellschaftsleben zurückkehren werden. Was mich wirklich erstaunt hat, ist, wie gefügig die Leute sind. Wir haben gesehen, wie wenig Kunst in diesem Szenario bedeutet. Meine Sicht auf die Zukunft ist nicht positiv, aber ich freue mich, wenn ich mit meinem Pessimismus falsch liege … sehr sogar. Ich spreche in Prognosen und Hypothesen, aber ich glaube, selbst der positivste Mensch, der blindes Vertrauen in den Staat oder die Medien setzt, kann sehen, dass noch etwas anderes mit der Gesellschaft geschieht als nur eine Gesundheitskrise.

„Nichts lässt mich das Interesse verlieren –
das ist mein Leben!“

Auch abgesehen von der Pandemie wird es nicht einfacher: Es wird für Musiker immer schwieriger, Arbeitsvisa für die USA zu bekommen, und mit dem Brexit dürfte es nun auch schwieriger werden, in Großbritannien zu spielen. Verliert man da nicht das Interesse?
Nichts lässt mich das Interesse verlieren – das ist mein Leben! Ich würde auch umsonst spielen und touren und endlose Formulare ausfüllen … was auch immer notwendig ist. In den USA zu touren war schon immer teuer, und ich bin mir sicher, dass es das auch weiterhin sein wird, wenn wir wieder auf Tour gehen dürfen. Brexit … ? Mir geht es nur darum, dass Touren und Live-Auftritte zurückkommen. Dann können wir die restlichen Details ausarbeiten.

Immer mehr Bands gehen derzeit zu Live-Streams über, sogar Old-School-Bands wie Asphyx. Soweit ich weiß, bist du selbst auch eher ein „Old School Guy“ und kein Fan von digitalen Arbeitsmethoden etc. – also bist du auch nicht scharf auf dieses Format, nehme ich an? Würdest du als Musikhörer selbst lieber ganz auf Konzerte verzichten, als dir eine gestreamte Show anzusehen?
Ich werde an keiner solchen Show mitwirken und mir auch keine anschauen. Ich habe kein Interesse daran, mich auf diese Stufe des Anti-Humanismus zu begeben. Wir werden in eine menschenfeindliche Zukunft getrieben und ich persönlich möchte nicht darum betteln, für irgendjemanden eine Show streamen zu dürfen. Wir sind aus der demokratischen Ersten Welt, wir haben unveräußerliche Rechte, vergiss das nie. Wir können nicht in Zukunft darum betteln müssen, gemeinsam Mensch sein zu dürfen. Also … nein, niemals.

Die abgesagten Shows dürften eine Menge Zeit freimachen – wird es deswegen früher ein neues PRIMORDIAL-Album geben oder steht wegen Corona auch da alles still?
Wir können uns im Moment nicht treffen, um zu proben, also stecken wir wieder fest. Ich weigere mich generell bei allem, was ich musikalisch mache, online Dateien auszutauschen oder zu schreiben, also wird nichts passieren, bis wir zusammen in einem Raum stehen können. So einfach ist das.

DREAD SOVEREIGN hat sich neben PRIMORDIAL als eine feste Band von dir etabliert. War das damals der Plan, als du die das Projekt begonnen hast – und hättest du erwartet, dass drei Alben und ein großer Deal daraus werden würden?
Ich sage mal so: Ich bin unerbittlich und verfolge meine Ziele. Als wir die Band gegründet haben, habe ich Bones und den anderen gesagt, dass wir Folgendes tun werden: Alben veröffentlichen, touren, wachsen … und hier sind wir. PRIMORDIAL ist mein Lebenswerk, DREAD SOVEREIGN ist wie eine Nebenbeschäftigung für mein Alter Ego, aber ich gehe nie mit dem Gedanken an etwas heran, dass es nicht funktionieren wird. Man muss die Dinge nach seinem Willen zurechtbiegen.

Mit DREAD SOVEREIGN seid ihr nun bei Metal Blade unter Vertrag. Hat es zwei Alben mit Ván gebraucht, um sie von euren Qualitäten zu überzeugen, oder wolltet ihr mit DREAD SOVEREIGN für den Anfang ganz bewusst wo anders veröffentlichen?
Am Anfang war das so, ja. Wir haben unsere erste EP ja auf Road Burn Records herausgebracht. Aber es war nicht meine Absicht, jemanden von irgendetwas zu überzeugen – das ist einfach der Weg, den wir gegangen sind.

Im Vergleich zu Ván sind Metal Blade ja mehr oder weniger ein Major-Label. Das bringt natürlich Aufmerksamkeit – habt ihr deshalb gewechselt?
Da steckt eigentlich nicht viel dahinter: Ich liebe Ván und habe totalen Respekt vor Sven und allem, was er macht. Ván ist die Heimat der Künstler, kein Zweifel. Aber das neue Material von DRED SOVEREIGN ist mehr geradliniger Heavy Metal, mehr Rock ’n‘ Roll und ich dachte einfach, vielleicht braucht es ein neues Vehikel, um herauszufinden, ob wir einen Schritt etwas weiter in den Mainstream machen können, was Touren und Festivals und all das angeht. Der Wechsel erschien also sinnvoll. Beide sind großartige Labels und großartige Leute, die die Dinge eben nur aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten.

„Der Stein der Weisen repräsentiert den Prozess
hin zu einer Form der Selbstvergöttlichung.“

Ván ist ein Label, das sich auf düstere, doomige Musik fokussiert hat – welche der (ehemaligen) Labelkollegen findest du musikalisch besonders spannend?
Oh, zu viele! Sven ist ein großartiger Typ, das Label hat eine Vision und sie haben unendlich viele Alben von hoher Qualität veröffentlicht … das lässt sich gar nicht sagen! Von The Devils Blood über The Ruins Of Beverast, Urfaust … es sind zu viele. Aber weißt du, die neue DREAD SOVEREIGN hat mehr Uptempo-Charakter, ein bisschen wie Motörhead, Venom, Tank … und ich fand einfach, dass sie eine neue Straße braucht, auf der sie reisen kann.

Nach „For Doom The Bell Tolls“ nun also „Alchemical Warfare“. Beim letzten Mal war es „teils Hemingway, teils Metallica“ – jetzt ist es nur noch Slayer, oder? Gibt es einen bestimmten Grund dafür, oder war das nur als Gag gedacht?
Ah, es amüsiert mich einfach … das war‘ s eigentlich auch schon. Und es klingt verdammt cool. Und ich schätze, auf einer gewissen Ebene ist es ein Verweis auf den Versuch der Funktionen moderner Gesellschaften, den Instinkt des Menschen zu zähmen, seine eigene Gottheit zu erreichen. Womit wir Krieg führen …

Was fasziniert dich an Alchemie, worum geht es auf dem Album?
Nun, im Artwork sind die drei Charaktere Laborassistenten von Isaac Newton, der natürlich von den Geheimnissen der Alchemie besessen war. Der Titel ist also ein kleiner Seitenhieb auf die moderne Kultur, die versucht, unseren persönlichen Prozess der Überwindung und Verwirklichung zu bekämpfen … in einem magischen Sinne! Oder vielleicht sind wir es, die mit unserer persönlichen Magie Krieg führen müssen? Entweder/oder… Ich interessiere mich sehr für diese post-aufklärerischen hermetischen okkulten Orden, die das Geheimnis der Alchemie auf der Basis von Edelmetallen suchten. Aber der Stein der Weisen repräsentiert den Prozess hin zu einer Form der Selbstvergöttlichung.

Euer erstes Album war 70 Minuten lang, euer zweites nur noch 30 – das neue liegt mit 50 Minuten genau dazwischen. Ist das jetzt die ideale Albumlänge?
Das ist für mich kein Thema, Qualität geht vor Quantität.

„Rücksichtslos und wild, so wie Metal früher war.“

Alan Averill als Bassist von Dread Sovereign Das Album hat ein bisschen mehr cleanen Gesang, es ist ein bisschen mehr Heavy als Doom. Hat das mit musikalischen Einflüssen zu tun, oder wie kommt das?
Nun, alles, was ich wusste, war, dass ich das Tempo ein bisschen steigern wollte, etwas weniger obskuren Doom machen und ein bisschen mehr von diesem Kick-Ass-NWOBHM-Stil drin haben wollte … wie bei Venom, Tank oder Motörhead. Klar, es ist immer noch Doom Metal mit etwas Old School Black Metal, aber es hat etwas mehr Pepp. Einer der Gründe dafür? Ich bin als Bassist etwas besser geworden, wir hatten eine tolle Energie zwischen uns, haben das Songwriting und die Dynamik besser verstanden. Mir persönlich ist es egal, ob DREAD SOVEREIGN originell oder fortschrittlich klingen – ich will nur, dass unsere Musik diese reine, lebendige Old-School-Energie hat … rücksichtslos und wild, so wie Metal früher war.

Ihr habt das letzte Album live aufgenommen – gilt das auch für dieses, und was heißt das konkret: Ich nehme an, dass die Leadgitarren und der Gesang später aufgenommen wurden, oder?
Nun ja, ich meine „live“ im Rahmen des Möglichen – Leads, Gesang und zusätzliche Gitarrenspuren wurden nachträglich eingespielt, ein paar verpatzte Noten ausgebessert und so weiter. Aber wir spielen alle zusammen im Raum, live, auf die traditionelle Art.

Die Songs enthalten viele Feedback-Geräusche, die Produktion ist sehr dreckig. Ist das auch ein Statement? Gibt es für deinen Geschmack heute zu viel Post-Processing, zu viele saubere Produktionen im Metal?
Das ist es auf jeden Fall. Ich wollte, dass es – wie ich schon sagte – diese wilde, rücksichtslose Energie hat, den Sound von drei Menschen, die leibhaftig in einem Raum zusammen Musik machen, einen wilden Ritt, weit entfernt von den Sicherheitsbedenken der meisten modernen Metal-Produktionen und der meisten modernen Gesellschaften. Also habe ich meinen alten 1979er Rico-BC-Rich-Bass an ein fieses altes Gitarren-Topteil angeschlossen, den bestmöglichen Lemmy-Sound eingestellt, die richtige Haltung eingenommen, einen Kurzen getrunken, eine Line gezogen und der Welt den Mittelfinger gezeigt. Das ist DREAD SOVEREIGN.

Auf dem Album habt ihr wieder einen Song gecovert, dieses Mal von Bathory. Warum gerade dieser Song?
Auch dafür gibt es keinen wirklichen Grund. Es erschien mir eine coole Art zu sein, dieses Album zu beenden. Wir haben ihn bei den Proben gejammt und dachten: Scheiß drauf, lass ihn uns da draufpacken. Das schien uns ein ziemlich guter Weg zu sein, um allem den Mittelfinger zu zeigen, um das Album mit etwas Wildem, Rücksichtslosem und Freiem zu beenden.

„Wir können nicht reisen, also muss
das vorerst im Regal bleiben.“

Findest du, dass es wichtig ist, dass Bands anderen durch Cover Tribut zollen – und wie würdest du es finden, wenn andere Bands deine Songs covern?
Es stört mich so oder so nicht wirklich. Wir haben mal darüber gesprochen, mit PRIMORDIAL so etwas wie ein Cover-Album zu machen … mit Songs, die uns in den 1980ern inspiriert haben, ein paar obskuren Stücken, ein bisschen wie bei Napalm Death. Aber wir haben uns nie darüber geeinigt oder sind dazu gekommen. Es gab hier und da ein paar Coverversionen unserer Songs, das ist auf eine gewisse Art sehr schmeichelhaft, aber ich habe dazu eigentlich keine ausgeprägte Meinung.

Gibt es TWILIGHT OF THE GODS eigentlich noch, wird es da noch mal was Neues zu hören geben?
Wer weiß das schon. Wir reden, es gibt eine Übereinkunft, es zu versuchen und dann weiter zu sehen, aber wie gesagt: Wir können nicht reisen, um uns zu treffen und zu proben, also muss das vorerst im Regal bleiben.

Herzlichen Dank für das Interview. Lassen es uns mit unserem traditionellen Brainstorming abschließen:
Black Sabbath: Wahrscheinlich die größte Band der Geschichte! Und dass ich alle Alben aus der Mitte der 80er liebe, die kaum jemand mag! „Seventh Star“ habe ich mir erst gestern angehört.
Dein Lieblingsalbum aus dem Jahr 2020: „Uinuos Syömein Sota“ von Havukruunu aus Finnland
Brexit: Kompliziert … Ich glaube an die Souveränität einzelner Nationalstaaten und die Fähigkeit, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, unabhängig von einer ungewählten Kabale aus europäischen Technokraten/IMF/WEF etc. Aber gleichzeitig verstehe ich die wirtschaftlichen Implikationen. Es ist sehr komplex … aber die Tatsache, dass der Öffentlichkeit in einem Referendum nur eine einzige Frage zu etwas so Komplexem gestellt wurde, war ein dramatisches Versagen auf irgendeiner Ebene des politischen Systems.
Bathory: Größter musikalischer Einfluss in meinem Leben!
Ein Essen, das dich immer glücklich macht: Ich liebe es zu kochen! Alles, was herzhaft ist … Ich bin schon zu süß (lacht)
Craft Beer: Top oder Flop … aber manchmal will man einfach ein ganz gewöhnliches Guinness, das ist nicht zu überbieten.
Deine Hoffnung für 2021: Ganz einfach: Den Lockdown beenden, zum Leben zurückkehren, statt nur zu überleben und vermeiden, dass unsere Leben von einer neuen Struktur des digitalen Autoritarismus auf Geheiß eines technokratischen Staatsapparates mikroverwaltet und kontrolliert werden.
DREAD SOVEREIGN in zehn Jahren:
Wer weiß. Ich hoffe, dass ich irgendwie noch wider den Stachel löcken kann [gegen Obrigkeiten aufbegehren kann – A. d. Red.].

Die letzten Worte gehören dir:
Ich möchte noch Folgendes sagen: Das sind schwierige, düstere Zeiten, und auch wenn mein Gemütszustand von Natur aus eher pessimistisch ist – so bin ich eben – bedeutet meine negative Bewertung der Situation weder, dass ich keine Hoffnung habe, noch wünsche ich mir, dass ich Recht behalte. Ich wünsche mir sogar sehr, dass ich falsch liege und alles wieder zum Normalzustand zurückkehrt. Und hey, du kannst mich an der Bar nach einer Show irgendwo damit aufziehen und mir ein Bier ausgeben und mir sagen, dass ich damals ein bisschen durchgedreht bin, denn das bin ich ganz sicher! Bis dahin sage ich: Bleibt gesund, bleibt fit, bleibt im Rennen … es wird nicht hilfreich sein, „sie“ gewinnen zu lassen, indem sie uns unseren Mut nehmen. Erinnere dich, warum du damals zum Metal gefunden hast. Over and out – Die hard!

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Dieses Interview wurde per E-Mail geführt.
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Geschrieben am

Fotos von: Afra Gethöffer-Grütz

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