Rammstein: Ermittlungen gegen Till Lindemann in Berlin eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ihre Ermittlungen gegen RAMMSTEIN-Sänger Till Lindemann unter anderem wegen des Verdachts der Begehung von Sexualdelikten und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz eingestellt. Grund dafür sei nach Angaben der Behörde, dass sich kein hinreichender Tatverdacht ergeben habe: Es gebe demnach keine Hinweise auf sexuelle Handlungen von Lindemann gegen den Willen der beteiligten Frauen. Auch für den Vorwurf, er habe KO-Tropfen verabreicht oder ein Machtgefälle gegenüber minderjährigen Sexualpartnerinnen ausgenutzt, gebe es keine Beweise. Die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Berlin ist im vollen Umfang hier nachzulesen.

Die Ermittlungen waren im Juni eingeleitet worden, nachdem Dritte infolge der Presseberichterstattung über den RAMMSTEIN-Skandal Anzeige erstattet hatten. Mutmaßliche Geschädigte hatten sich unterdessen nicht bei der Strafverfolgungsbehörde gemeldet: Sie hätten sich „ausschließlich – auch nach Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens – an Journalistinnen und Journalisten, die sich ihrerseits auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen haben“ gewandt, so die Staatsanwaltschaft. Auch die Angaben der Zeugin Kayla Shyx reichten nicht aus: sie „blieben in den Vernehmungen zu unkonkret – zumal die Zeugin jedenfalls kein eigenes Erleben strafrechtlich relevanter Vorfälle schildern konnte.“

Auch die Ermittlungen gegen die so betitelte „Casting Direktorin“ Alena M. wurden eingestellt. Gegen sie war wegen des vermeintlichen Zuführens junger Frauen bei Konzerten in den Backstagebereich Anzeige erstattet worden. Auch hier sollen sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten ergeben haben.


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