Till Lindemann feiert im Kitkat – DJs rufen zu Boykott auf

RAMMSTEIN-Sänger Till Lindemann ist nach der Show am vergangenen Sonntag (16.7.23) zum Feiern in den Berliner Fetisch-Club Kitkat-Club weitergezogen. Was unter normalen Umständen keine Meldung wert wäre, ist angesichts der Vorwürfe gegen Lindemann pikant – der Club gibt sich sonst sexpositiv und wird in der Szene als Save-Space gesehen.

Genau daran zweifeln nun unter anderem DJs, die im Kitkat aufgetreten sind, und rufen zum Boykott auf. Der DJ Max Marlon etwa schrieb in den Sozialen Medien: „Raver:innen und DJs, boykottiert endlich aktiv und laut diesen Laden!“

Die Berliner DJ Intaktogene hat sich dem Boykottaufruf angeschlossen und schreibt auf Instagram: „Wer in einen sexpositiven Club einen Till Lindemann reinlässt und das danach auch noch verteidigt (weil man weiß ja nicht, was stimmt), scheißt komplett auf die zig Aussagen von Frauen, gegen die nur eine einzige steht, die vom mutmaßlichen Täter.“

Bekanntgeworden war Lindemanns Erscheinen durch die DJ Iva Bodul, die in besagter nacht im Kitkat gespielt hatte. Auf Instagram schrieb sie: „Leider hat das Ganze einen sehr beschissenen Beigeschmack. Till Lindemann wurde in dieser Nacht in den Club gelassen. Als wäre das nicht schon genug, unten noch die Nachricht vom Club.“

In der anschließend zitierten Mail schreibt Kitkat-Betreiberin Kirsten Krüger, RAMMSTEIN sei „gerade ein schwieriges Thema“, weil man nicht wise, was stimme und was nicht. Laut Krüger war Lindemann in den letzten Jahren ab und an Gast im Kitkat. Im Club sei aber „niemals etwas geschehen, was fragwürdig war, oft war auch seine Tochter dabei.“

Posting von DJ Iva Bodul, Screenshot von Instagram

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Ein Kommentar zu “Till Lindemann feiert im Kitkat – DJs rufen zu Boykott auf

  1. Ich bin jetzt mehrfach auch in anderen Medien über folgendes gestolpert: wenn DJ Marlon aufruft „endlich“ den Laden zu boykottieren, dann wirkt das nicht so, als sei ihm da nicht vorher schon was aufgestoßen, was er gern abgestellt sähe, oder?
    Und DJane Intaktogene braucht Nachhilfe in Mathe. „ZIG“ fängt bei Zwanzig an. Soviel sind es nicht, wenn man mal alle Trittbrettfahrenden ausblendet.
    Nein! Das ist keine Herabwertung, beruhigt euch gleich wieder. Ich finde, ein einziger Fall wäre einer zuviel.
    Aber die ganzen 5-Minuten-Helden die jetzt auch nochmal genannt werden wollen, helfen durch ihre durchschaubar schlechten und grossenteils bewusst manipulativen Statements doch keinem potentiellen Opfer, sondern schaden doch nur.

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