Meine Top-5 der Metal-Alben 2025
- MANTAR – Post Apocalyptic Depression … maximal angepisst – der Soundtrack zur Weltlage.
- BELIEVE IN NOTHING – Rot … dreckiger und düsterer kann Musik kaum klingen.
- YEAR OF THE COBRA – s/t … wer braucht schon Gitarren, wenn er Bass haben kann?
- SUNKEN – Lykke … ein rundum perfekter Mix aus Doom und Melodic Black Metal.
- THE DEVIL’S TRADE – Nincs Szennyezetlen Szép … das Neurosis-Album ohne bitteren Beigeschmack.
Schlechtestes Metal-Album des Jahres 2025
„Krone der Schöpfung“ von MEHRWERTSTEUER … als KANONENFIEBER-Satire fast witzig, ansonsten aber so steril und generisch, dass es auf einem Level mit KI-Musik rangiert – Prädikat unhörbar. Das Gleiche gilt für BAD LOVERZ – „Greatest Hits“ – wobei man sich hier noch mehr fragen muss, ob das überhaupt noch als Metal-Album durchgeht. Wer macht denn sowas … und warum?!
Darum hier noch ein „Gewinner“, der mich wirklich betroffen macht: „The Stillness Of Dissolution“ von AUSTERE. Was ist nur aus dieser Band geworden …
Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres 2025
Obwohl ich Genres gegenüber offener bin denn je, habe ich 2025 wenig Musik gehört, die nicht zumindest aus der Szene kommt. Zumindest musikalisch kein Metal und dennoch herausragend ist „Alone In A World Of Wounds“ von STEVE VON TILL sowie, auf den letzten Drücker ins Ranking gerutscht, das neue Ambient-Album „Neverland“ von ULVER.
Bestes Festival des Jahres 2025
Hier bleibt alles wie gehabt: Das BRUTAL ASSAULT ist und bleibt mein Open-Air-Highlight, das DARK EASTER METAL MEETING mein liebstes Indoor-Festival.
Bestes Konzert des Jahres 2025
Bei über 66 besuchten Veranstaltungen mit ungezählten Einzelshows ist das mal wieder kaum zu beantworten – zumal Stadionkonzerte, Festival-Slots und Club-Gigs schwer vergleichbar sind. Wenn es um den Besonderheitswert geht, muss der Preis aber wohl an A HOAGASCHT gehen, die auf ihrem eigenen Tagesfestival LUNAR AURORAs gleichnamiges Meisterwerk performt haben. Gänsehaut!
Weitere Top-3/Top-5 nach Kategorien:
- Festival-Shows: ANAAL NATHRAKH (Vienna Metal Meeting), OBSCURE SPHINX und KERRY KING (Brutal Assault), DOOL (Dark Easter Metal Meeting) und HEXVESSEL (Fall Of Man)
- Arena-Shows: IN FLAMES (Festung Kufstein), SLIPKNOT (Waldbühne) und PARKWAY DRIVE (Olympiahalle München)
- Club-Shows: CHASTITY (Strom), THE DROWNS (Unter Deck), LOVE LETTER (Orangehouse) oder BIRDS IN ROW (Neue Zukunft) … und was gibt es Schöneres als AMENRA (Backstage Halle) am Geburtstag?
Schlechtes Konzert des Jahres 2025
Wirklich schlechte Performances habe ich dieses Jahr zum Glück nicht durchstehen müssen, aber auf dem Brutal Assault war im Black Metal einiges zum Kopfschütteln dabei: BLOOD FIRE DEATH playing BATHORY finden sich vornehmlich selbst gut, DIMMU BORGIR mögen wieder besser sein als zu „Eonian“-Zeiten, aber am Ende ist auch das ein Black-Metal-Musical, und DARK FUNERAL ohne Masse Broberg wird für mich live wohl nie funktionieren. Und dass W.A.S.P. (Vienna Metal Meeting) nur deswegen so gut klingen, weil der Gesang größtenteils vom Band kommt, ist schlichtweg erbärmlich.
Bestes Coverartwork des Jahres 2025
FLESIA haben mit „Achterbahnekstase“ nicht nur ein geiles Album, sondern gleichzeitig den coolsten Titel und das coolste Artwork für ein (Black-)Metal-Album rausgehauen:
Schlechtestes Coverartwork des Jahres 2025
Um hier nicht immer nur auf Power-/Heavy-Metal-Ästhetik herumzuhacken, geht der Preis diesmal an LORD BELIAL, die für „Unholy Trinity“ ein wirklich wild zusammengewürfeltes Bild ausgewählt haben:
Aber natürlich wäre es auch ein leichtes gewesen, hier wieder eine Band aus obigem Genre zu nennen – GRAVE DIGGER haben mit ihrem unsäglichen KI-Machwerk für „Bone Collector“ einen würdigen Kandidaten abgeliefert …
Newcomer des Jahres 2025
2025 hat erfreulich viele neue Bands hervorgebracht. Besonders empfehlenswert finde ich die bereits in den Top-Alben erwähnten BELIEVE IN NOTHING (Noise/Sludge/Doom) und das DYMNA-LOTVA-Sideproject HANGOVER IN MINSK (Black Metal).
Persönliche Entdeckung des Jahres 2025
Enttäuschung des Jahres 2025
Musikalisch: BEHEMOTH verlieren sich mit „The Shit Ov God“ weiter in Belanglosigkeit, und auch vom neuen LORNA-SHORE-Album „I Feel The Everblack Festering Within Me“ hatte ich mir persönlich mehr versprochen. Aber vielleicht zündet das ja noch …
Und abseits der Musik … wo soll man da anfangen? Die Menschheit bleibt in ihrer Unmenschlichkeit eine einzige Enttäuschung.
Überraschung des Jahres 2025
Musikalisch: Das Black-Metal-Meisterwerk „Hoagascht“ von LUNAR AURORA doch noch live zu erleben, hatte ich ebenso wenig auf der Bingo-Karte wie OBSCURE SPHINX nochmal live zu sehen. Dass beides dann auch noch herausragende Konzerte waren, war eine wirklich positive Überraschung. Was Veröffentlichungen angeht: RYOJI SHINOMOTOs „Children Of Bushido“. Ich bin kein allzu großer Fan von Cover-Alben, aber wenn, dann bitte so. Das ist definitiv das mutigste und zugleich beste Tribute-Cover-Album, das ich je gehört habe.
Aufs große Ganze gesehen: Im Negativen überrascht es immer wieder, dass die Menschheit in Dummheit, Brutalität, Gier und moralischer Verkommenheit immer noch eins draufsetzen kann. Was soll da noch kommen?
Mein Song des Jahres 2025
2025 veröffentlicht: „Creature“ von LANDMVRKS – stilistisch „klassischer“ moderner Deathcore/Metal, das aber in perfektion umgesetzt: maximale Brutalität trifft auf einen Refrain, der einfach direkt zündet. Stark!
Du siehst gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicke auf die Schaltfläche unten. Bitte beachte, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mein bestes gelesenes Buch 2025
Aus 24 gelesenen Büchern hallen in mir Mareike Fallwickls packend-düsteres „Dunkelgrün fast Schwarz“ sowie das nachdenkliche „Nie, nie, nie“ der Norwegerin Linn Strømsborg am meisten nach. Generell waren es mal wieder fast ausschließlich Romane von Frauen, die mich begeistern konnten. Lest mehr Bücher von Autorinnen!
Mein bester gesehener Film 2025
Bei nur zwei Kinobesuchen sollte die Wahl eigentlich leicht fallen, aber weder „Stiller“ noch „Stromberg“ wussten mich vollends zu begeistern. Am Ende bleibt Film vor lauter Musik bei mir einfach immer auf der Strecke …
Wunsch / Hoffnung für 2026
Man wird ja bescheiden: Wäre schön, wenn nicht alles in Arsch geht.
